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Bürgerverein Groß Schönebeck startet online petition und Unterschriftensammlung für NEB-Anschluss nach Gesundbrunnen und mindestens 1-Stundentakt

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles



Als ein Ergebnis der Podiumsdiskussion zur ländlichen Entwicklung im Barnim beim Tag der offenen Höfe startet der Groß Schönebecker Bürgerverein eine online petition und Unterschriftensammlung
für NEB-Anschluss nach Gesundbrunnen und mindestens 1-Stundentakt. Landrat Daniel Kurth hatte bei der Diskussion auf den Widerstand von Anwohnern an der Stammstrecke gegen den Streckenausbau ankehingewiesen und dazu aufgefordert, dass sich auch die künftigen Nutznießer des NEB-Ausbaus aus dem Barnim und der südlichen Uckermark zu Wort melden. Bis Ende September 2019 sammeln nun die Groß Schönebecker Unterschriften im Netz und auf den Unterschriftenlisten, die auf der Petitionsseite heruntergeladen werden können. Diese findet sich im Web unter:

Zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/im-stundentakt-mit-der-heidekrautbahn-ins-zentrum-berlins

Zu den Unterschriften-Bögen:

https://www.openpetition.de/pdf/unterschriftenformular/im-stundentakt-mit-der-heidekrautbahn-ins-zentrum-berlins (PDF)

Die Petition hat folgenden Wortlaut:

Forderungen

  • Einführung des 1-Stundentakts auf allen Strecken der Heidekrautbahn (RB27), wo bisher im 2-Stundentakt gefahren wird
  • Zügige Planung und Umsetzung des beschlossenen Ausbaus der Stammstrecke nach Wilhelmsruh und weiter nach Gesundbrunnen
  • offener und nachvollziehbarer Dialog mit allen vom Ausbau betroffenen Bürgern

Begründung

Für Pendler, Schüler und Gäste Groß Schönebecks, der Schorfheide und der südlichen Uckermark braucht es eine echte umweltfreundliche Alternative zum Auto. Das wachsende Umland braucht einen mitwachsenden öffentlichen Nahverkehr, keine verstopften Straßen.

Nicht nur die Fahrzeiten können verkürzt werden, wenn die Züge näher an das Berliner Zentrum hineinfahren. Auch die Verkürzung der Wartezeit auf die nächstmögliche Verbindung sind ein entscheidender Faktor wenn es darum geht, dauerhaft auf ein Auto als Alternative zu verzichten. Der Parkplatz Klosterfelde ist voller Autos, die nur wegen dem  dortigen 1-Stundentakt dort stehen. Viele andere können sich entweder nur das Auto oder nur die Monatskarte ABC+Landkreis leisten.

Auch innerhalb des Kreises ist der Bedarf größer als das Angebot. Schüler der Schulen entlang der Strecke müssen oft abgeholt werden, weil sie nicht 2 Stunden täglich warten wollen.

Mit Beschluss der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin vom 30.12.2010 besteht Baurecht zur Errichtung eines neuen Haltepunktes Wilhelmsruh. Neben dem neuen Haltepunkt müssten für den Lückenschluss bis PankowPark noch circa 1.000 Meter Streckengleis sowie zwei Bahnübergänge wiedererrichtet werden. Für den Streckenabschnitt von PankowPark bis Schönwalde erfolgt eine grundhafte Erneuerung. Der Infrastruktur-Lenkungskreis „i2030“ und die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg haben sich für diese Aktivierung der Stammstrecke nach Gesundbrunnen ausgesprochen und Planungsaufträge erteilt.

Auf fünf Bürgerversammlungen zur Reaktivierung der Stammstrecke wurden Anwohner aus den betroffenen Orten angehört. Auf die Sorgen und Bedenken der Betroffenen wurde bisher noch zu wenig eingegangen. Fragen zum Lärmschutz, zur Pflege der Gleise mit Pflanzenschutzmitteln, zur Feinstaubentwicklung, zur Parkplatzsituation, zu Erhalt, Auslastung und Ausbaufähigkeit der alten und der neuen Stammstrecke und zu der Aufteilung der Kosten müssen in einer für die Bürger nachvollziehbaren Weise geklärt, und öffentlich dokumentiert werden.

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die umweltfreundliche NEB-Anbindung an die Hauptstadt im 1-Stundentakt, im Einvernehmen mit allen betroffenen Bürgern und Fahrgästen.