Europäischer Dorferneuerungspreis
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- By Rainer Klemke
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Als einziges Dorf im Land Brandenburg ist Groß Schönebeck im europäischen Dorferneuerungspreis 2018 für eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität mit 11 weiteren Dörfern in der EU mit dem Dorferneuerungspreis "Weiter denken" ausgezeichnet worden. Zuvor war es im Jahr 2013 bereits als Barnimer "Dorf mit Zukunft" ausgezeichnet worden. (siehe auch https://www.grossschoenebeck.de/buergerverein/europaeischer-dorferneuerungspreis/562-gross-schoenebeck-im-europaeischen-wettbewerb.html)
Dabei wurde das soziale Engagement u.a. bei der Flüchtlingsarbeit des Willkommenteams des Bürgervereins und die Geschichtsaufarbeitung in den Ausstellungen des Jagdschlosses und der Krumbach-Themenweg von der Internationalen Jury bei ihrem Besuch im Dorf besonders hervorgehoben.
Im Kurztext zur Preiswürdigung heißt es:
Groß Schönebeck, Brandenburg, Deutschland, besticht durch die Bewältigung des radikalen
Funktionswandels in der Forstwirtschaft und in der Jagd nach der Wende und durch das
Annehmen und innovative Weiterentwickeln der neuen Gegebenheiten, die durch die Ausweisung
des Biosphärenparks Schorfheide entstanden sind. Auffällig ist die intensive Auseinandersetzung
mit der Geschichte, die unter anderem in der Ausstellung „Jagd und Macht“ ihren Ausdruck findet
und als sinnvolle „Nachnutzung der Vergangenheit“ gewertet werden darf. Die Schaffung eines
neuen Lebensgefühls durch eine herausragende und durchgängige Offenheit gegenüber Neuem
und Andersartigem, die sich in mehreren erfolgreichen Projekten manifestiert, sowie die
Entwicklung und konsequente Umsetzung hochwertiger partizipatorischer Prozesse werden dem
Motto „we!ter denken“ besonders gerecht. Diese Leistung ist umso bedeutender, als dass Groß
Schönebeck innerhalb der Großgemeinde Schorfheide in vielen Entwicklungsfragen und
Projektgenehmigungen von der Meinungsbildung in der Großgemeinde abhängig ist.
Mit dieser Auszeichnung auf Europöäischer Ebene wurden die Arbeit des Ortsvorstandes unter Leitung von Achim Buhrs und des Bewerbungsteams, die vielfältigen Initiativen aus dem Bürgerverein Groß Schönebeck und die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Schorfheide und den Groß Schönebecker Akteur*innen zur Entwicklung des Schorfheidedorfes gewürdigt.
Die Preisverleihung erfolgt vom 20. bis 22. September 2018, in Fließ, Tirol, Österreich
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Auf Wunsch des Jurymitgliedes Dr. Gábor Ónodi haben wir unsere Einwohnerzahlenstatistik als Teil der Bewerbungsunterlagen noch einmal aktualisiert und ergänzt:
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Einwohnerzahl |
Aktuell Stichtag 15.2.2018
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2011 |
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Permanent Wohnende |
1.761 |
1.762 |
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Temporär Wohnende |
105 |
95 |
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Gesamt |
1.866 |
1.857 |
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Altersstruktur |
Aktuell |
2011 |
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0-18 (%) |
276 (14,8 %) |
238 (12,8 %) |
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18-60 (%) |
985 (52,8 %) |
1.036 (55,8 %) |
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60+ (%) |
605 (32,4 %) |
582 (31,4 %) |
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Nationalitäten (%) |
aktuell |
2011 |
|
Gesamt |
61 (3,3 %) |
11 (0,6 %) |
Für Groß Schönebeck ist es als Erfolg zu werten, dass die Einwohnerzahlen nicht wie vorausgesagt gesunken, sondern konstant geblieben sind. Dazu haben sowohl Zuwanderungsgewinne als auch eine Erhöhung der Geburtenrate beigetragen.
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Start der Dorfbegehung im Trauzimmer des Schlosses. Bürgermeister Uwe Schoknecht stellt die Rahmendaten der Gemeinde und von Groß Schönebeck vor. Landrat Bodo Ihrke (links hinter Tobias Biermann) überbrachte die guten Wünsche des Landkreises für eine erfolgreiche Teilnahme. An der Stirnseite der Tische die vierköpfige Jury, bestehend aus (v.l.n.r.) Dr. Gábor Ónodi (Ungarn), Doris Hofbauer (Österreich), Mária Zausková (Slowakei) und Peter Schawerda (Österreich).
Im Europäischen Dorferneuerungswettbewerb tritt Groß Schönebeck als einziges Dorf in Brandenburg gegen 23 Dörfer aus 11 europäischen Ländern an. Am 7. Juni besuchte nun die internationale Jury unser Dorf, um sich einen persönlichen Eindruck vor Ort zu machen. Wie in allen anderen Dörfern war der Besuch streng auf 4 Stunden limitiert, wovon ein Stunde für Rückfragen reserviert war. Angesichts des vielfältigen Angebots von Ideen und konreten Projekten in Groß Schönebeck bereitete es dem Vorbereitungskomitee unter Leitung von Ortsvorsteher Achim Buhrs, Tobias Biermann, Lisa Westermann und Ilona Schönfeldt große Mühe, ein Auswahl vorzunehmen, die zeitlich mit Kremser und Heideliner abgefahren werden konnte. Stationen waren Schloss, Waldschule, Kita/Schule, Garten der Nationen, Kirche und Bahnhof, weiteres wurde im Vorbeifahren mit zusteigenden Vertretern der Einrichtungen und durch eine ausgedruckte Power-Point-Darstellung vorgestellt, wie u.a. das Bürgerhaus, die SAG, der Themenpfad mit Wandbild, das Heidehaus und unsere Bauentwicklungsflächen.
Mit dabei waren auch Frau Elsner und Referatsleiter Wienand vom Landwirtschaftsministerium (im Bild oben links neben Uwe Schoknecht). Frau Elsner fasste ihre Eindrücke der Jurybegehung in einer Mail an das Vorbereitungsteam so zusammen:
Es würde mich freuen, wenn durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb auch wieder bewusst wurde, was man an „seinem“ Dorf hat."
Ein wichtiger Punkt der Diskussionen mit der Jury drehte sich um das Lebensgefühl im Ort, das einerseits durch die gute Infrastruktur (Schule, Kita, Hort, Apotheke, Handel, medizinische Versorgung, Bahnanschluss nach Berlin etc.) geprägt ist wie vor allem auch durch die vielfältigen Aktivitäten der Vereine, des Bürgervereins und des Ortsbeirats, wie z.B. der Tag der Offenen Höfe, die kulturellen Veranstaltungen sowie die Integrationsarbeit des Willkommensteams, die auch schon landesweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. U.a. dadurch sind immer mehr junge Familien nach Groß Schönebeck gezogen, so dass in diesem Jahr erstmals wieder eine erste Klasse mit 22 Kindern eingeschult werden kann und die Kita die Zahl ihrer Kinder auf 140 verdoppeln konnte.
Ab dem 21. Juni wird die Jury die Ergebnisse aller Dorfbesuche auswerten und bis Ende des Monats die Ergebnisse verkünden. Die Preisverleihung ist für September in Österreich angesetzt, wozu alle Teilnehmer eingeladen wurden.
Sieh dazu auch: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1661794/
Foto unten: Juryberatung im Garten der Nationen

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Groß Schönebeck wird europäisch.
Auf Anregung von Tobias Wienand Helke Elsner aus dem Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) Brandenburg hat sich Groß Schönebeck um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2018 beworben.

Die Arbeitsgruppe um Achim Buhrs, Ilona Schönfeld, Lisa Westermann und Tobias Biermann haben das Teilnahmeformular in vielen Arbeitsstunden ehrenamtlich ausgefüllt. Herausgekommen ist eine informative Momentaufnahme unseres Ortes aus dem Jahre 2018 über 24 Seiten:
Bewerbungsmappe von Groß Schönebeck (PDF)
Wir wünschen uns viel Erfolg und hoffen, die Jury Dipl-Ing. Peter Schawerda aus Österreich, Univ.-Prof. Dr. Gábor Ónodi aus Ungarn, Ing. Mária Zausková aus der Slowakei und Doris Hofbauer aus Österreich überzeugen zu können.