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Brecht-Programm: VERTRIEBENE SIND WIR, VERBANNTE
Samstag, 19. September 2026, 17:30
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Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

wir laden sehr herzlich ein zu einem Brecht-Programm mit Corinna Harfouch und der Band Die Tentakel von Delphi:

VERTRIEBENE SIND WIR, VERBANNTE

Bertolt Brecht im Exil - und davor

19. Sept. 2026, 17:30 Uhr

Das Programm - Informationen siehe unten - wird im Oktober beim Harbour Front Literaturfestival in Hamburg Premiere haben. Es ist vorab exklusiv im THEATERSAAL zu erleben. 

Wir freuen uns, wenn Sie kommen / Ihr kommt, und grüßen herzlich!

Corinna Harfouch und Erdmut Wizisla

VERTRIEBENE SIND WIR, VERBANNTE

Immer fand ich den Namen falsch, den man uns gab: Emigranten.
Das heißt doch Auswandrer. Aber wir
Wanderten doch nicht aus, nach freiem Entschluß
Wählend ein andres Land. Wanderten wir doch auch nicht
Ein in ein Land, dort zu bleiben, womöglich für immer.
Sondern wir flohen. Vertriebene sind wir, Verbannte.
(Svendborger Gedichte)

Am Tag nach dem Reichstagsbrand 1933 floh Bertolt Brecht aus Deutschland. Er stand auf einer Fahndungsliste der Nazis. Das Nachdenken über die „Dauer des Exils“, über das Fremdbleiben in der Fremde, das Schreiben gegen Hitler und immer wieder die Verteidigung der Poesie in einer Zeit der Unterdrückung prägten seine Arbeit. Es dauerte fünfzehn Jahre, in denen der Dichter „öfter als die Schuhe die Länder wechselnd“ einmal um den Erdball getrieben wurde.
Aber hatte das Exil nicht schon vorher begonnen? Warum war es nicht gelungen, den Aufstieg der Nazis aufzuhalten? Wie sah das Fremdsein im eigenen Land schon vor 1933 aus? Viele Texte vor der Flucht gestalten das Exil im eigenen Land, das Exil vor dem Exil. Nach dem Krieg lebte Bertolt Brecht, einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts, in Ost-Berlin, wo er vor 70 Jahren starb.

Corinna Harfouch und Die Tentakel von Delphi – Paula Sell, Hannes Gwisdek, Boris Nielsen, Moritz Bossmann und Johannes Döpping – interpretieren Exil-Gedichte und Texte aus den 1920er Jahren wie „Aus dem Lesebuch für Städtebewohner“.

In Zusammenarbeit mit dem Harbour Front Literaturfestival
Mit Dank an den Suhrkamp Theaterverlag

Unsre nächsten Veranstaltungen:

10. Okt., 17:30 Uhr (wegen des außerordentlichen Erfolgs noch einmal): MOZART UND SALIERI mit Andrej Agranovski

7. und 8. Nov., 17:30 Uhr: KLANLAXIS ODER DIE LIEBE ZUM LEBEN. Ein Theaterabend gegen die Schwermut, die Ohnmacht und den Tod (Premiere des THEATERKLANS)

22. Nov., 17:30 Uhr: THE LUTE SONGBOOK mit der lautten compagney BERLIN und Corinna Harfouch

20. Dez., 15:30 Uhr: ADVENTSSINGEN

Veranstaltungsort* Theatersaal Klandorf