Freiwillige Feuerwehr

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Jahresrückblick über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck 2018

Geschrieben von Kay Bartl am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Es ist  Freitagabend, der 25.01.19 und traditionellerweise wieder einmal Zeit einen Rückblick  über das hinter uns liegende Jahr zu geben.

Das Jahr 2018 hat für uns mit großer Trauer begonnen. Wir haben zwei  erfahrene Kameraden verloren.
Am 04.03.2018 verstarb für uns unerwartet der ehemalige Amtsbrandmeister des damaligen Amtes Groß Schönebeck und ehemaliger Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Klandorf Kamerad Martin Wolff.
Am 24.03.2018 verstarb der Groß Schönebecker Kamerad Heinz Bergemann. Kamerad Bergemann war zuletzt HLM und  57 Jahre Mitglied unserer Wehr. Bei großer Anteilnahme, begleiteten wir sie auf ihren letzten Weg zu ihrer Ruhestätte.

Im letzten Jahr haben wir in unserer Freizeit, neben Beruf und Familie viele Stunden bei unserer Feuerwehr verbracht. Das hat uns wieder gezeigt das Feuerwehrmann nicht irgendein Hobby ist. Es ist für uns Kameraden nicht immer einfach zusätzlich Zeit nach Feierabend oder vor der Arbeit, bei manchen sogar während der Arbeit für die Aufgaben im Ehrenamt unserer Feuerwehr zu finden. Viele Kameraden arbeiten außerhalb unseres Ortes. Auch das junge Kameraden mittlerweile eine Familie gegründet haben und jetzt auch als Papa ihren Mann stehen, da fehlt natürlich die Zeit für die Feuerwehr.

Neben unserer Aufgabe Retten-Bergen-Löschen beteiligten wir uns in verschiedenen Bereichen an vielen Aktivitäten.
Wir haben dadurch einen erheblichen Anteil an das soziale Leben hier im Ort. Unser Ehrenamt hat in unserem Dorf einen hohen Stellenwert. Das motiviert uns den Anspruch unserer Bürger an ihrer Feuerwehr weiterhin uneingeschränkt einsatzbereit zu sein. Dazu später mehr.
 
Die Zusammenarbeit der Groß Schönebecker Wehr in Groß Schönebeck mit Einrichtungen, Firmen und Vereinen funktioniert auch über die Ortsgrenze hinaus sehr gut. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Arbeitgeber meine Kameraden für Ausbildungen und Alarmierungen von der Arbeit freistellen.
Nicht zu vergessen die Ortsvorsteher Herr Buhrs und Herr Schmidt sowie unsere Gemeindeverwaltung. Haben wir ein Problem, dann wird uns geholfen.

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Nun aber erst einmal zu den Einsätzen des vergangenen Jahres.

Die Groß Schönebecker Kameraden wurden zu 38 Einsätze alarmiert wobei wir diesmal öfters überörtlich in Nachbargemeinden bzw. im Zuge der Brandschutzeinheit (BSE) des LK Barnim im Land Brandenburg mit zu Einsätzen nach Fichtenwalde und Treuenbrietzen gefahren sind. Da bewährte sich die über Jahre gute Zusammenarbeit mit den Kameraden der umliegenden Gemeinden.
Wie im Vorjahr von mir schon angedeutet zeigt die Einsatzstatistik, dass die Brandeinsätze von Jahr zu Jahr wieder zunehmen. Das lag nicht nur an die lange  Trockenperiode im letzten Sommer.
 
Der erste Einsatz war am 10.01.2018 und der letzte am 29.11.2018.

Wir wurden zu 23 THL und  VKU´s alarmiert.

Die THL und VKU´s verteilten sich wie folgt:
•    7 VKU mit 11 Verletzten Personen
•    2 THL Tier in Not
•    1 THL Wasserrohrbruch
•    1 THL Türnotöffnung
•    2 THL Unterstützung Rettungsdienst
•    3 THL Ölspur
•    5 THL Natur / Baum
•    2 THL sonstiges


Weiterhin rückten wir zu 15 Brandalarmierungen aus die sich wie folgt zusammensetzten:
•    5 x Gebäude
•    1 x Strohmiete
•    4 x Wald
•    5 x sonstiges

Zur zweimaligen Alarmierung der BSE waren immer mehr Kameraden zum Ausrücken verfügbar als tatsächlich gebraucht wurden. Natürlich konnten nicht alle mit fahren, denn die Einsatzbereitschaft musste hier vor Ort auch aufrechterhalten werden.

Aufgeteilt auf die Monate:
•    Januar        1
•    Februar       3
•    März           6
•    April            5
•    Mai             2
•    Juni            4
•    Juli             7
•    August       3
•    September 2
•    Oktober      3
•    November   2
•    Dezember   0

Obwohl auch wir  zeitweise Probleme hatten unsere Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, waren ob Tag oder Nacht im Durchschnitt 10 Kameraden zum Einsatz ausgerückt. Zusätzlich waren fast immer Kameraden im Gerätehaus oder am Telefon als nachrückende Einsatzkräfte auf Abruf in Bereitschaft. Die Ausrücke Zeit, das heißt zwischen Alarmierung durch die Leitstelle und Erstmeldung  vom Fahrzeug belief sich im Durchschnitt auf 5,1 min. Auf diese Einsatzbereitschaft können wir Schönebecker Kameraden stolz sein.
Ein Kamerad hat sich im Feuerwehrdienst eine Verletzung zugezogen, so dass er einige Monate für den Feuerwehrdienst nicht zur Verfügung stand.

 Die reine Einsatzdauer belief sich insgesamt auf 104 h 23 min.
Oder 4 Tage und 8h23min.
Nicht mitgerechnet ist die Zeit der Nachbereitung wie z.B. die Aufbereitung der Geräte und Einsatzfahrzeuge für den nächsten Einsatz.

Die Bereitschaft zur Ausbildung ist wie in den vergangenen Jahren in der Groß Schönebecker Wehr gleichbleibend hoch. So nahmen Kameraden an den Angebotenen Ausbildungen auf Gemeinde, -Kreis- und Landesebene erfolgreich Werktags, nach Feierabend oder an den Wochenenden teil:

•    Im Januar absolvierten wir zusammen mit den Kameraden aus Klandorf einen Tag lang den Auffrischungskurz in der 1. Hilfe
•    im Februar war 1 Kamerad  in der LSTE Eisenhüttenstadt zum Lehrgang Leiter einer Feuerwehr
•    im April besuchten 2 Kameraden den TMI Lehrgang, 1 Kamerad den Lehrgang TMII
•    im September besuchte 1 Kameradin  den TF Lehrgang,
•    1 Kamerad den Funker Lehrgang
•    weiterhin fuhren wir zur Tauglichkeitsuntersuchung nach Eberswalde zur Praxis Dr. Kunkis
•    15 Atemschutzgeräteträger absolvierten die Übungsstrecke im FTZ

Der aktuelle Ausbildungsstand ist wie folgt:
•    3 Zugführer
•    6 Gruppenführer
•    12 Truppführer
•    14 Maschinisten
•    15 Atemschutzgeräteträger Träger

Weiterhin wurden 10 Dienste und 5 Versammlungen die laut Dienstplan festgelegt waren durchgeführt.
Zusätzlich fanden zusammen mit unseren Familienangehörigen ein Grillabend und eine Weihnachtsfeier statt.

Alle Wartungstermine die einen Werkstattbesuch der Fahrzeuge  notwendig machten, das organisierten wir wie immer selbständig.
Das Entlastete unseren Gemeindegerätewart und er konnte sich anderen Aufgaben widmen.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei den Kameraden für ihren großen Enthusiasmus recht herzlich bedanken.

Ich möchte mich auch an dieser Stelle bei unseren Jugendwarten Kamerad Driever, Kameradin Kubatzki und Kamerad Brüssow für ihre Arbeit mit den jungen Brandschützern recht herzlich bedanken. Ohne Unterstützung der Kameraden und Eltern wäre einiges in der Jugendfeuerwehr nicht durchführbar. Die Jugendfeuerwehr ist eines der wichtigsten Potenziale einer Freiwilligen Feuerwehr.

Im September konnten wir einen Kameraden für den Feuerwehrdienst neu zugewinnen.
Aktuell hat die Feuerwehr Groß Schönebeck 55 Mitglieder. Davon verrichten 33 Kameraden/in ehrenamtlich ihren aktiven Dienst in unserer Wehr.
Man mag es kaum glauben, in der Vergangenheit musste der eine oder andere vertröstet werden. Nicht weil wir keine neuen Kameraden wollten, nein-schlicht weg aus Platzmangel.
Entgegen des allgemeinen Trends ist die Mitgliederzahl in der Groß Schönebeck Wehr stabil. Von Nachwuchsproblemen wurden wir bis jetzt verschont.

Nach über einem Jahr Planung fand an 17.03.2018 die Festsitzung auf Grund unseres 115 Jährigen Gründungsjubiläum unserer Freiwilligen Feuerwehr statt.
Ein für uns sehr großes Ereignis. So folgten über 100 Gäste gemeinsam mit Kameraden angrenzender Wehren unserer Einladung und kamen zur Festsitzung. Gemeinsam gedachten wir die in den letzten Jahren verstorbenen Kameraden und konnten aber auch miterleben wie viele Kameraden für ihr Engagement im Ehrenamt geehrt wurden.
Die große Resonanz durch unsere Bürger empfanden wir als ein Dankeschön für unsere ehrenamtliche Arbeit.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von DJ Wohni. Erst die morgens erfolgte Alarmierung zu einem neuen Einsatz, sorgte dafür, dass die offizielle Festsitzung abrupt beendet war.

Ich möchte mich auf diesem Wege bei alle Bedanken die für ein gutes Gelingen für unsere Festsitzung beigetragen haben.

Ein 2. Jubiläum begingen wir in kameradschaftlicher kleiner Runde am 19.12.2018 im Rahmen eines gemütlichen Abendessens.
Am 19.12.1998 also vor genau 20 Jahren war die feierliche Übergabe unseres neuen Feuerwehrgerätehauses. Das war im damaligen Amt Groß Schönebeck ein großer Festakt.

Ein Fehler ist es eine Feuerwehr an die Anzahl der Einsätze zu Messen darum berichte ich an dieser Stelle über einen weiteren Aufgabenbereich bei denen wir über das vergangene Jahr präsent waren, geholfen haben, gern mitgestalteten, abgesichert und mitbegleitet haben.
•    Absicherung der Weihnachtsbaumverbrennung
•    gern folgten wir der Einladung unseres OVS Herr Buhrs zum Neujahrsempfang
•    geladen waren wir zur JHV bei den Kameraden in Zerpenschleuse und Klandorf
•    abgesichert wurde das Osterfeuer im Wildpark, Groß Schönebeck und Böhmerheide, alle an einem Tag  
•    die Feier der Fußballer
•    geladen waren wir zum TLF15 G5 Treffen auf dem Flugplatz Finowfurt
•    der Sportverein, Abteilung Biathlon bat um unsere Hilfe
•    Absicherung des Maibaumumzuges
•    geladen waren wir zur Ortsbeiratssitzung nach Böhmerheide
•    so fuhren Kameraden mit unserem TLF15 G5 zum Jubiläum nach Weißwasser
•    das Kinderfest im Wildpark Schorfheide, auch dort waren wir mit dabei
•    zur Präsentation zum europäischen Dorferneuerungspreis, auch dafür öffneten wir unsere Tore
•    nebenbei hatten wir Besuch von einem Kameraden aus Finnland
•    viel Zuspruch bekamen wir von viele Besucher zum Tag der offenen Höfe im Rahmen der Brandenburger Landpartie, ein großer Eindruck hinterließ bei den Besuchern ein demonstrierter Fettbrand
•    aktiv beteiligten wir uns bei der Jubiläumsfeier der Klandorfer Kameraden
•    abgesichert wurde der Waldlauf der Waldschule
•    beim KiTa Borstelfest wurden die Kinder über die Handhabung mit Feuerlöschern bei selbständigen Löschversuchen vertraut gemacht
•    an die 100 Teilnehmer der Tigerrally machten bei uns einen Boxenstopp
•    wir halfen beim Kirchenpicknick
•    unterstützt wurde unsere kleine Grundschule beim Sportfest
•    gefeiert wurde auch:2 Kameraden sind Eltern geworden, ein Kamerad hat geheiratet
•    geladen hatten die Kameraden aus Klandorf
•    präsent waren wir an 2 Tagen zum Gründungsjubiläum der Feuerwehr Altenhof und GFW Tag
•    beim Sommerfest des Heidehauses
•    in Böhmerheide stellten wir zum Schorfheidefrühstück ein Teil der Stromversorgung her
•    ebenso folgten wir der Einladung nach Grüneberg zum Trecker Treck um auch dort ein Teil der Stromversorgung mit zu übernehmen
•    die KiTa Borstel hatte eine Projektwoche Feuerwehr, viele Kinder verließen unser Gerätehaus mit Begeisterung in den Augen
•    wir gratulierten Herr Maaß von der Firma Maaß und Frau Hilliger vom EDKA Markt zum 60gsten Geburtstag
•    wir folgten der Einladung des LR zur Dankesveranstaltung für die großen Waldbrände im Land Brandenburg
•    mit dabei waren wir zum Herbstfest mit anschließenden Fackelumzug und Lagerfeuer in Groß Schönebeck
•     abgesichert haben wir das Herbstfeuer in Böhmerheide
•    wir unterstützten die Jugendfeuerwehr der Gemeinde für eine Fahrt ins Tropical Islands
•    geladen waren wir zur Weihnachtsfeier in unserer kleinen Grundschule
•    auch beim Groß Schönebecker Weihnachtsmarkt waren wir mit dabei

Wir nutzten  einen Großteil der Veranstaltungen für unsere Öffentlichkeitsarbeit und die Feuerwehr Groß Schönebeck  besser bekannt zu machen.
Die eine oder andere Einladung oder Veranstaltung konnte aus Zeitmangel nicht wahrgenommen werden.

Zwischendurch haben wir gemeinsam konstruktiv mit allen Ortswehrführern, Gemeindewehrführung und Ordnungsamt in vielen Stunden den Gefahrenabwehr und Bedarfsplan der Gemeinde Schorfheide aktualisiert, in der Hoffnung einen guten Grundstein für die nächsten Jahre gelegt zu haben.

Abschließend möchte ich betonen, dass die Feuerwehr Groß Schönebeck eine fest zusammen geschweißte Mannschaft ist. Natürlich ist das alles nur möglich weil wir viel Unterstützung aus unserem Umfeld  erhalten. Sei es mit Rat und Tat, mit Gerät für unsere Öffentlichkeitsarbeit oder durch die Arbeitgeber. Auch die Arbeit unserer Kameradinnen die viel im Hintergrund tätig sind möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Zum  Abschluss meines Jahresrückblicks möchte ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für Ihre ständige Einsatzbereitschaft und für euer Vertrauen ganz herzlich bedanken.
Mein Dank gilt auch den Angehörigen meiner Kameraden, die dieser ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Verständnis entgegen gebracht haben.

Im diesem Sinne wünsche ich allen Anwesenden für das Jahr 2019 viel Erfolg vor allem aber Gesundheit.

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Jahresrückblick über die geleistete Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck 2017

Geschrieben von Kay Bartl am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Es ist Freitagabend im Januar, das heißt die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck gibt ein Rückblick über ein turbulentes Jahr 2017.

Ich wurde im letzten Jahr immer wieder von interessierten Bürgern gefragt was war denn jetzt schon wieder los? „Ihr seid kaum zurück und rückt schon wieder aus. Da seid ihr in eurem Beruf ganz schön gefordert.“ Beruf? Wir sind eine freiwillige Feuerwehr. Das heißt wir machen das neben Familie und Beruf in unserer Freizeit ehrenamtlich. …“Was? Das geht doch gar nicht,  wie macht ihr das eigentlich?“ Wir sind eine fest zusammen geschweißte Truppe die gemeinsam durch dick und dünn geht und sind zusätzlich mit dem „Feuerwehrvirus“ infiziert. Außerdem sprechen wir uns immer ab, speziell bei Feiertagen und Ferienzeiten, wann wer verfügbar ist.

Ohne die eigene Vorbereitung und Unterstützung in der Familie hätte kein Kamerad die Zeit um ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv mitzuwirken.
Ohne diese Basis kann eine Freiwillige Feuerwehr nicht existieren. Ich möchte hier und jetzt an die Angehörigen meiner Kameraden meinen Dank aussprechen. Nur so funktioniert unsere Wehr.  

Das unsere ehrenamtliche Tätigkeit mit Gefahren für Leib und Leben behaftet ist, dass zeigte uns der tödliche Unfall 2er Kameraden im September. Auch wir nahmen große Anteilnahme und schmückten unsere Einsatzfahrzeuge mit Trauerflor. Auch wir hatten im letzten Jahr einige brenzlige Situationen nachdem Kameraden im Einsatzgeschehen von unbelehrbaren Schaulustigen belästigt wurden.

Nun erst einmal zu unserem Einsatzgeschehen vom letzten Jahr.

Das das letzte Jahr uns ordentlich auf Trapp hielt, dass konnte man eingangs schon erahnen. Wir wurden zu 66 Einsätzen, unterteilt in  48 THL, 12 VKU und 6 Brandeinsätze alarmiert, so viele wie noch nie. Für alle Einsätze konnte die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten werden. Ich weiß dass es bei einigen Nachbarwehren nicht immer so war. Mit Stolz kann ich sagen dass wir zu jeder Tages-oder Nachtzeit mit 9 Kameraden ausgerückt sind. Fast immer standen noch Kameraden  im Gerätehaus bereit um notfalls unterstützend mit auszurücken. Darauf können die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck und ich als Ortswehrführer ganz besonders stolz sein. Wir stehen zu unserem Wort, wenn wir gerufen werden dann kommen wir.

Natürlich schnellten die Einsatzzahlen durch die Stürme Xavier und Herwart im Oktober rasant in die Höhe, aber auch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von teils schweren Verkehrsunfällen mit mehreren Verletzten, darunter auch Kinder, waren mit dabei. Tägliche Mehrfachalarmierungen waren dabei keine Seltenheit. Hierbei bewährte sich schon die seit Jahrzehnten gute Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Klandorf und Zerpenschleuse.

Der erste Einsatz war am 06.01.17 und der letzte am 07.12.17. Die Ausrückezeit, das heißt von Alarmierung durch die Leitstelle bis zur Meldung vom Einsatzfahrzeug belief sich auf 4,3 min.    

Die THL (Technische Hilfeleistung) und VKU´s (Verkehrsunfälle) verteilten sich wie folgt:
•    1   THL abgebrochener Strommast
•    39 THL Baumsperre oder großer Ast auf Straße
•    4   THL Ölspur
•    12 VKU mit PKW und LKW mit 16 verletzten Person
•    1 THL Türnotöffnung
•    1 THL gekapptes Stromkabel durch einen Bagger
•    1 THL Einrichtung Hubschrauberlandeplatz

Weiterhin rückten wir zu 6 Brandalarmierungen aus die sich wie folgt zusammensetzten:
•    1 Bungalow / Dachstuhlbrand
•    3 BMA (Brandmeldeanlage)
•    2 unklarer Feuerschein


Aufgeteilt auf die Monate:
•    Januar  2
•    Februar 5
•    März  4
•    April  2
•    Mai  1
•    Juni 2
•    Juli  2
•    August 4
•    September 9
•    Oktober 33
•    November 0
•    Dezember 2
 

Die reine Einsatzdauer belief sich insgesamt auf 75 h 03 min. Nicht mitgerechnet ist die Zeit der Nachbereitung wie z.B. die Aufbereitung der Geräte und Einsatzfahrzeuge für den nächsten Einsatz.

Ich war immer wieder aufs Neue erstaunt, in welch kurzer Zeit meine Kameraden bei Alarmierung, egal zu welcher Tages und Nachtzeit, zum Gerätehaus geeilt sind obwohl es nicht immer leicht war stets alles stehen und liegen zu lassen.

Die Bereitschaft zur Ausbildung ist wie in den vergangenen Jahren in der Groß Schönebecker Wehr gleichbleibend hoch. So nahmen Kameraden an den Angebotenen Ausbildungen auf Gemeinde, -Kreis- und Landesebene erfolgreich an den Wochenenden oder nach Feierabend teil:

•    im Februar nahmen 5 Kameraden erfolgreich an einem 1.Hilfekurz speziell für Kinder teil
•    2 Kameraden besuchten auch im Februar erfolgreich denn THL Lehrgang
•    im März fuhr 1Kamerad zur LFSE und nahm erfolgreich am ZF Lehrgang teil
•    ebenso im März nahmen 4 Kameraden erfolgreich an der TM 1 Ausbildung teil
•    im Mai nahmen jeweils 1 Kamerad an FaSi  und TF Lehrgang erfolgreich teil
•    im Juni aktualisierten die Jugendwarte die JuLeiKa
•    im September nahmen jeweils 1 Kamerad am FaSi, Funkausbildung und Lehrgang Weiterbildung Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich teil
•    im Dezember nahmen 6 Kameraden als Geräteträger an der Heißausbildung am FTZ teil
•    alle Atemschutzgeräteträger absolvierten turnusmäßig die DLA Übungsstrecke im FTZ Eberswalde oder aktualisierten die erforderliche Tauglichkeitsuntersuchung A-1 und A-2 in der Praxis Dr. Kunkis.
 
Somit ist der aktuelle Ausbildungsstand wie folgt:
•    3 Zugführer
•    6 Gruppenführer
•    11 Truppführer
•    14 Maschinisten
•    15 DLA Träger

Weiterhin wurden alle 9 Dienste und 6 Versammlungen die laut Dienstplan festgelegt waren durchgeführt.
Dies nutzten wir um unsere theoretischen und praktischen Kenntnisse zu festigen bzw. zu proben. Zusammen mit den Kameraden der Klandorfer Wehr fuhren wir im November nach Klosterfelde zur Autoverwertung um mit Ihnen gemeinsam die Handhabung und Vorgehensweise der Schere und Spreizer im Ernstfall zu üben.

Da die Feuerwehr neben Retten-Bergen-Löschen-Schützen auch einen sozialen Auftrag hat zeigt sich darin, dass wir aus unseren örtlichen Leben nicht mehr weg zu denken sind. Darum berichte ich an dieser Stelle über einen weiteren Aufgabenbereich bei denen wir präsent waren, gern mitgestaltet, abgesichert und mitbegleitet haben.

•    so waren wir mit einer Abordnung zur Beerdigung von Frau Stöcker und Frau Fischer, sie haben über Jahre hinaus unsere Wehr mit unterstützt
•    wir besuchten die JHV bei den Kameraden in Klandorf und Zerpenschleuse
•    wir sicherten den Faschingslauf mit Lagerfeuer ab
•    wir unterstützten die Feier unserer Fußballer
•    wir arbeiteten eng mit dem GFZ Potsdam zusammen und begleiteten mehrere Informationsveranstaltungen
•    wir besuchten mit einer Abordnung den 1. Gottesdienst unserer neuen Pfarrerin Frau Müller
•    so haben wir einen jungen Kameraden aus der FFw Hammer zu seiner letzten Ruhestätte begleitet
•    wir besuchten die Delegiertenversammlung des KFV
•    wir beteiligten uns am Frühjahrsputz
•    so hatten wir unsere AWO zu ihrer JHV und Adventsfeier im Hause
•    die Osterfeuer im Wildpark, Böhmerheide und Groß Schönebeck wurden von uns abgesichert
•    so fuhren wir zum TLF 15 G5 Treffen auf dem Flugplatz Finowfurt
•    das Sommerfest der Fußballer wurde von uns unterstützt
•    die Absicherung des Maibaumfestes mit Umzug
•    wir folgten der Einladung zu 90 Jahrfeier der FFw Kunow bei Garz an der Oder
•    präsent waren wir zum Kinderfest im Wildpark
•    die Unterstützung des Pfingstfestes der Klandorfer Wehr
•    die Brandenburger Landpartie, auch dort war die Feuerwehr wie in den Jahren zuvor ein großer Besuchermagnet, die Kinder konnten mit Feuerlöschern oder Wasser Löschübungen machen, sich schminken lassen,  oder auf der großen Luftrutsche sich austoben, den Besucher wurde eindrucksvoll demonstriert wie ein Fettbrand in der haimischen Küche nicht gelöscht werden sollte, wer dann noch Appetit auf  Kaffee oder Kuchen hatte der konnte in der freigeräumten Fahrzeughalle auf seine Kosten kommen, unsere Fahrzeuge dienten für viele als Fotomotiv
•    wir nahmen am GFT in Lichterfelde teil
•    wir unterstützten die JF aus Klandorf mit unserem MTW sowie den Werbellinsee Marathon
•    wir beteiligten uns am KiTa Borstelfest, dort konnten die Kinder mit Feuerlöschern Löschübungen erlernen
•    so haben wir den Forstbetrieb mit unseren Pumpen unterstützt um die alte Feuerlöschwasserleitung in der Schorfheide zu reaktivieren
•    wir unterstützten die 1. Klasse unserer Grundschule bei einen Grillabend
•    wir halfen bei der Abschluss Feier der 10. Klasse der freien Gesamtschule Finow
•    das Herbstfest der Waldschule mit anschließenden Fackelumzug und Lagerfeuer
•    wir besuchten die Florianmesse in Dresden
•    auch als die FFw Zerpenschleuse ein neues Fahrzeug erhielt, waren wir mit dabei
•    wir unterstützten den Grüneberger Trecker Treck e.V.
•    wir fuhren zur Absicherung des Herbstfeuers nach Böhmerheide
•    der Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide hatte nach dem Sturm Xavier geladen, wir waren mit dabei
•    beim Weihnachtsmarkt der KiTa Borstel und kleinen Grundschule, auch dort halfen wir mit
•    geladen wurden wir zur Dankesfeier unserer kleinen Grundschule für die gute Zusammenarbeit
•    das Team der DRK-Blutspende war vor Ort wobei wieder viele Kameraden als Spender fungierten
•    wir sicherten den Martinsumzug ab
•    zur Lichterfahrt, organisiert durch die Zepernicker Feuerwehr, nahmen wir mit 2 mit Lichterketten geschmückten Fahrzeugen teil
•    auch beim Groß Schönebecker Weihnachtmarkt wirkten wir mit
•    erstaunlich ist das wir auch noch Zeit fanden für unser eigenes traditionelles Sommergrillen und unsere Weihnachtfeier

Wer den Überblick verloren hat, es waren 42 Veranstaltungen bei denen die Groß Schönebecker Wehr mit involviert war.
Die eine oder andere Einladung oder Veranstaltung konnte aus Zeitmangel nicht wahrgenommen werden.

Dadurch, dass wir speziell in unserem Ort große Öffentlichkeitsarbeit leisten, bei Schulklassen aus unserer Grundschule und der KiTa Borstel Veranstaltungen mit unterstützen, vielleicht kommt es daher das ich sagen kann das sich unsere Öffentlichkeitsarbeit auszahlt und wir von Nachwuchsproblemen verschont sind. Wie auch die Jugendfeuerwehr so konnte sich auch die Aktive Gruppe über Zuwachs erfreuen. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die Mitgliederzahl in der Groß Schönebeck Wehr stabil. Von Nachwuchsproblemen wurden wir bis jetzt verschont.

Aktuell hat die Feuerwehr Groß Schönebeck 55 Mitglieder. Davon verrichten 32 Kameraden/in ehrenamtlich ihren aktiven Dienst in unserer Wehr.

Am 02.06.2017 war ein besonderer Tag für die Groß Schönebecker Wehr. Wir hatte Besuch vom KBM Kamerad Salvat-Berg. Wie im vorletzten Jahr schon angekündigt erhielt Kamerad Willi Beiersdorf im Kreise seiner Kameraden von ihm persönlich die Treuemedaille für 70 Jahre Treue Dienste am Menschen und Gesellschaft überreicht. Das war das erste Mal das ein Kamerad aus unserer Reihe so eine Medaille verliehen bekommen hat. Willi wir wünschen Dir noch viel Schaffenskraft im Kreise Deiner Kameraden.

Mit der Zeit wurde uns bewusst dass die Legislaturperiode der GW Führung ablaufen würde. Die Zeit für Veränderungen war längst überfällig. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen stellv. GBM und GBM war nicht mehr gegeben, auch wir als Ortswehr haben darunter gelitten.
Wir haben 3 Jahre darauf hingearbeitet so dass wir aus unserer Riege Kamerad Röper als Stellvertreter in die GWF einbringen konnten. Natürlich war die Diskussion bei einigen anderen Wehren groß, sie fühlten sich übergangen. Übergangen haben wir keinen. Wir haben einfach nur rechtzeitig angefangen unsere Hausaufgaben zu machen.
Seit dem 17.06.2017 setzt sich unsere GWF  aus Kamerad Biederstedt Feuerwehr Lichterfelde, Kamerad Röper Stellvertreter Feuerwehr Groß Schönebeck und Kamerad Seeger Stellvertreter Feuerwehr Finowfurt zusammen.
Ich kann jetzt schon sagen, dass sich die Zusammenarbeit mit unserer neuen Gemeindewehrführung schon wesentlich verbessert hat.

Einen großen  Schwerpunkt galt es noch unter der alten GWF  zu lösen: Die neue Satzung für die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde Schorfheide.
Es gab unter den Wehren über die Entwürfe der Satzung  heftige Diskussionen: Wir als  Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck waren und sind immer noch der Meinung das wir bei unserer ehrenamtlichen Tätigkeit kein Geld bei Einsätzen verdienen wollen. Leider waren andere Kameraden aus anderen Wehren nicht unserer Meinung. Wir sagen ganz deutlich wer bei der Freiwilligen Feuerwehr mit anderen Leuten Not Geld verdienen möchte, der sollte sein Hobby zum Beruf machen. Mit einem Kompromiss durch die neue GWF konnte die Meinungsverschiedenheiten beigelegt werden.

Unsere Feuerwehr wäre nicht das was sie ist, eine fest zusammen geschweißte Mannschaft, ohne die viele Unterstützung, die wir aus unserem Umfeld erhalten. Sei es mit Rat und Tat oder die Unterstützung während unserer Öffentlichkeitsarbeit mit Gerät, die Freistellung meiner Kameraden zur Einsatzfahrt oder zur Ausbildung durch die Arbeitgeber, auch die Verpflegung durch unsere Kameradinnen möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Danke sagen möchte ich dem Träger des Brandschutzes dem Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide Herr Schoknecht, dem Ordnungsamt Frau Sydow und Herr Lukat, Kamerad Weiler als Gemeindegerätewart, der Freiwilligen Feuerwehr Klandorf und Finowfurt, dem Ortsvorsteher Herr Buhrs, dem Ortsvorsteher aus Böhmerheide Herr Schmidt und dem Ortsvorsteher aus Schluft Herr Fiebig, auch Schluft ist ein fester Bestandteil in unserer Ausbildung, dort können wir ausgiebig üben, Wasser aus den Tiefbrunnen zu entnehmen.
 
Auch möchte ich mich an dieser Stelle bei unseren Jugendwarten Kamerad Driever und Kameradin Kubatzki für ihre Arbeit mit den jungen Brandschützern recht herzlich bedanken. Ohne Unterstützung der Kameraden und Eltern wäre einiges in der Jugendfeuerwehr nicht durchführbar.

Zum  Abschluss meines Jahresrückblicks möchte ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für Ihre ständige Einsatzbereitschaft und für euer Vertrauen ganz herzlich bedanken.
Auch wenn ich hin und wieder aus beruflichen Gründen nicht an Eurer Seite stehen kann so weiß ich, dass ich mich auf Euch verlassen kann.

Mein Dank gilt auch den Angehörigen meiner Kameraden, die dieser ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Verständnis entgegen gebracht haben.
in diesem Sinne wünsche ich allen Anwesenden für das Jahr 2018 viel Erfolg vor allem aber Gesundheit.

 

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Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck 2016

Geschrieben von Kay Bartl am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Es ist Freitagabend im Januar und traditionellerweise wieder einmal Zeit einen Rückblick über das hinter uns liegende Jahr zu geben.

Am 15.07.16 erfuhren wir mit tiefer Trauer, dass unsere langjährige Kameradin Regina Grassow verstorben ist. Kameradin Grassow war zuletzt LM und 51 Jahre Mitglied unserer Wehr. Uns wurde die Ehre zuteil sie zu ihrer letzten Ruhestätte zu begleiten.

Unsere Arbeit und Aktivitäten die uns wie die Jahre zuvor sehr viel abgefordert haben wurden ehrenamtlich in unserer Freizeit, neben Beruf und Familie durchgeführt. Dies versteht sich von selbst ist aber nicht selbstverständlich. Bei vielen Aktivitäten bringen die Kameraden/innen ihren Nachwuchs mit so dass sich bei manchem Sprössling die Begeisterung für die Feuerwehr auf das Kind übertragen hat. So sorgen wir zusätzlich neben unserer Jugend-und Öffentlichkeitsarbeit für eigenen Nachwuchs.

Im letzten Jahr haben 2 Kameraden durch Wohnungswechsel die Wehr verlassen. Im Gegenzug konnten wir erfreulicher Weise 2 junge Kameraden aus unserer Jugendfeuerwehr in die aktive Mannschaft übernehmen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren 2 Jugendwarten für ihre Arbeit mit den jungen Brandschützern recht herzlich bedanken. Ohne Unterstützung der Kameraden und Eltern wäre einiges in der Jugendfeuerwehr nicht durchführbar. Zusätzlich traten zwei neue Kameradinnen unserer Wehr bei. Ein Kamerad wechselte von der Feuerwehr Klandorf in die Groß Schönebecker Wehr.

Aktuell hat die Feuerwehr Groß Schönebeck 52 Mitglieder. Davon verrichten 32 Kameraden/in ehrenamtlich ihren aktiven Dienst in unserer Wehr.

Entgegen des allgemeinen Trends ist die Mitgliederzahl in der Groß Schönebeck Wehr stabil. Von Nachwuchsproblemen wurden wir bis jetzt verschont.

Obwohl sich die Einsatzzahlen im vergangenen Jahr wesentlich verringerten, bildeten sie doch einen Teil von Aufgaben die wir unter Gefahr von Leib und Leben zu bewältigen hatten. Zu 20 Einsätzen wurde die Schönebecker Wehr gerufen. Das waren

8 THL und 4 VKU`s mit 4 Verletzten Personen.

Die THL und VKU´s verteilten sich wie folgt:

  • 1 THL vollgelaufener Keller
  • 4 THL Baum oder großer Ast auf Straße
  • 3 THL Ölspur
  • 3 VKU mit PKW und je einer verletzten Person
  • 1 VKU LKW gegen Baum mit einer verletzten Person…

Weiterhin rückten wir zu 8 Brandalarmierungen aus die sich wie folgt zusammensetzten:

  • 1 Brand Gebäude/ Stall groß
  • 2 Brand Wald
  • 1 BMA
  • 1 Evakuierungsübung im Heidehaus
  • 1 Brand unklarer Feuerschein klein
  • 1 Brand Gebäude groß
  • 1 Brand Dachstuhl Gebäude groß

Aufgeteilt auf die Monate:

  • Januar 1
  • Februar 4
  • März 0
  • April 2
  • Mai 2
  • Juni 1
  • Juli 0
  • August 2
  • September 3
  • Oktober 2
  • November 1
  • Dezember 2

Der erste Einsatz war am 09.01.2016 und der letzte am 16.12.2016

Obwohl auch wir zeitweise Probleme hatten unsere Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, waren ob Tag oder Nacht im Durchschnitt 11 Kameraden zum Einsatz ausgerückt. Zusätzlich waren immer Kameraden im Gerätehaus oder am Telefon als nachrückende Einsatzkräfte auf Abruf in Bereitschaft. Die Ausrücke Zeit, das heißt zwischen Alarmierung durch die Leitstelle und Meldung vom Fahrzeug belief sich im Durchschnitt auf 5,68 min. Auf diese Einsatzbereitschaft können wir Schönebecker Kameraden stolz sein.

Die reine Einsatzdauer belief sich insgesamt auf 56h 44min.

Nicht mitgerechnet ist die Zeit der Nachbereitung wie z.B. die Aufbereitung der Geräte und Einsatzfahrzeuge für den nächsten Einsatz.

Die Bereitschaft zur Ausbildung ist wie in den vergangenen Jahren in der Groß Schönebecker Wehr gleichbleibend hoch. So nahmen Kameraden an den Angebotenen Ausbildungen auf Gemeinde, -Kreis- und Landesebene erfolgreich an den Wochenenden oder nach Feierabend teil:

  • im Januar war ein Kamerad zum Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt (LFSE), nach Absolvierung einen weiteren Lehrgangs ebenfalls in Eisenhüttenstadt ist er jetzt berechtigt auf Kreisebene als Ausbilder tätig zu sein, zusammen mit den Kameraden aus Klandorf führten wir im Januar einen 1. Hilfekurs durch
  • im März nahm ein Kamerad am Maschinisten Lehrgang teil
  • im April hat eine Kameradin den LKW Führerschein erworben, ein Kamerad beendete die TM I Ausbildung, drei Kameraden die TM II Ausbildung
  • im September nahmen zwei Kameraden an der Truppführer Ausbildung teil, ein Kamerad besuchte den Maschinisten Lehrgang
  • im Oktober waren zwei Kameraden zum Sprechfunkerlehrgang und ein Kamerad absolvierte den Zugführer Lehrgang an der LFSE
  • 15 Kameraden absolvierten turnusmäßig die DLA Übungsstrecke im FTZ Eberswalde oder aktualisierten die erforderliche Tauglichkeitsuntersuchung A-1 und A-2

Somit ist der aktuelle Ausbildungsstand wie folgt:

  • 2 Zugführer
  • 6 Gruppenführer
  • 10 Truppführer
  • 14 Maschinisten
  • 15 DLA Träger

Im September führten wir zusammen mit der Klandorfer Wehr eine Evakuierungsübung in der Wohnstätte Barnim „Heidehaus“ durch.

Ziel war es, das Zusammenspiel Feuerwehr und Mitarbeiter die Bewohner schnellstmöglich aus ihren Wohngruppen zu evakuieren. Dabei sollten die richtigen Handgriffe, der Umgang mit den teils geistig und körperlich behinderten Bewohnern, deren Betreuung, Abbau von Berührungsängste sowie das kennen lernen der örtlichen Gegebenheiten geübt werden.

Weiterhin fuhren wir zusammen mit der Feuerwehr Klandorf nach Liebenwalde zur Autoverwertung um mit Ihnen die Handhabung und Vorgehensweise der Schere und Spreizer im Ernstfall zu üben. Natürlich waren unsere jungen Brandschützer mit dabei. Sie sollten für den späteren aktiven Dienst begeistert werden.

Vier Kameraden unserer Wehr nahmen an einer Übung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinegrippe in Eichhorst teil.

Im November fuhren 6 Kameraden zum FTZ nach Eberswalde um sich in einem Brandübungscontainer realitätsnah ausbilden zulassen. Das sollte aus unserer Sicht ein fester Bestandteil in der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger sein. Selbst ältere und erfahrene Kameraden waren von der Übung begeistert.

Auch die Umrüstung der Funktechnik von analog zu digital erforderte es das wir uns damit intensiv beschäftigten. Die Praxis zeigte uns aber, dass das Digitalfunknetz jedenfalls in unserem Bereich noch recht lückenhaft ist. Wir wichen zur Kommunikation mit der Regional-Leitstelle Nord-Ost meist auf das Handy aus.

Weiterhin wurden alle 9 Dienste und 6 Versammlungen die laut Dienstplan festgelegt waren durchgeführt.

Zusätzlich fanden zusammen mit unseren Familienangehörigen ein Grillabend und eine Weihnachtsfeier statt.

Alle Wartungstermine die einen Werkstattbesuch der Fahrzeuge notwendig machen, das organisieren wir wie immer selbständig. Das Entlastet unseren Gemeindegerätewart und er kann sich anderen Aufgaben widmen.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei den Kameraden für ihren großen Enthusiasmus recht herzlich bedanken.

Eine Feuerwehr sollte nicht an die Anzahl der Einsätze gemessen werden. Das die Feuerwehr neben Retten-Bergen-Löschen-Schützen auch einen sozialen Auftrag hat zeigt sich darin, dass wir aus unseren örtlichen Leben nicht mehr weg zu denken sind. Darum berichte ich an dieser Stelle über einen weiteren Aufgabenbereich bei denen wir präsent waren, gern mitgestaltet, abgesichert und mitbegleitet haben.

  • der Neujahrslauf mit anschließender Weihnachtsbaumverbrennung
  • so waren wir mit einer Abordnung zur JHV der FFw Klandorf und Zerpenschleuse
  • das Osterfeuer im Wildpark, Böhmerheide und hier im Ort
  • der 65. Geburtstag vom Pfarrer Flade
  • die JHV unserer ortsansässigen AWO
  • Fahrzeug G5 Treffen in Finowfurt
  • so fuhren einige Kameraden mit Kameraden aus der Klandorfer Wehr nach Hamburg
  • so waren wir zur Eröffnung des EDKA Marktes geladen
  • wir fuhren zur FFw Blumberg um an der Langen Nacht der Barnimer Feuerwehren teilzunehmen
  • wir sicherten den Maibaumumzug ab
  • JHV der Jagdgenossenschaft Groß Schönebeck fand im Gerätehaus statt
  • wir beteiligten uns am Kindertag im Wildpark
  • geladen wurde zum 25 jährigen Jubiläum der SAG
  • Absicherung der Waldfestspiele der Waldschule
  • KiTa Borstelfest wobei die Kinder die Möglichkeit hatten die Handhabung eines Pulverlöscher zu erlernen
  • wir versorgten im Garten der Nationen die Pflanzen regelmäßig mit Wasser
  • geladen waren wir zu einem wirklich tollen Fest zum 112 jährigen Gründungsjubiläum der FFw Hammer
  • zusammen mit einem Traktor mit Anhänger der SAG fuhren wir zur Einschulung mit unseren neuen ABC- Schützen zur Schule wobei bei Ankunft an der Schule viele Eltern emotional gerührt waren und Freudetränen vergossen
  • zu Gast waren wir zur 140 Jahrfeier der FFw Oderberg
  • wir fuhren zum Feuerwehrmuseumsfest nach Kunow bei Gartz an der Oder
  •  ebenso fuhren wir zur 112 Jahrfeier der FFw Germendorf wobei der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Herr Woidke uns mehrmals über den Weg lief
  • das Herbstfest der Waldschule mit anschließenden Fackelumzug und Lagerfeuer
  • so fanden hier im Gerätehaus Bürgerversammlungen statt
  • das Team der DRK-Blutspende war vor Ort wobei wieder viele Kameraden als Spender fungierten
  • wir sicherten den Martinsumzug ab
  • mit einer Abordnung waren wir zum Empfang beim Bürgermeisters der Gemeinde Schorfheide Herr Schocknecht , Grund sein 60igster Geburtstag
  • zum 25 jährigen Jubiläum der ortsansässigen AWO
  • wir nahmen an der Lichterkettenfahrt der FFw Zepernick teil
  • Weihnachtsmarkt im Schlosspark, auch da waren wir mit dabei
  • kurz vor Weihnachten hatten wir aus der Grundschule die 1. Klasse im Depot die Plätzchen backten und sich unsere Feuerwehrtechnik anschauten, dies wurde gleich genutzt um für Nachwuchs zu werben

Die eine oder andere Einladung oder Veranstaltung konnte aus Zeitmangel nicht wahrgenommen werden.

Im Juni zum Tag der offenen Höfe im Rahmen der Brandenburger Landpartie haben wir auch mit viel Zuspruch der Besucher wie in den Jahren zuvor teilgenommen. Ein Anziehungspunkt war unsere „alte Löschtechnik“ vor allem der TLF 15 G5. Einige Besucher nutzten auch die Gelegenheit die Handhabung mit einem Pulverlöscher praktisch zu üben. Die intensive Vorbereitung zu dieser Veranstaltung fand in unserer Freizeit statt. Viele Kameradinnen haben Kuchen gebacken. Auch hier wurden wir von der Klandorfer Wehr unterstützt. Kameradin Gielsdorf hatte alle Hände voll zu tun um alle Kinder zu schminken. Die Feuerwehr Finowfurt lieh uns eigens dafür ihr Brandhaus so dass die Kinder fleißig löschen konnten.

Wir nutzten einen Großteil der Veranstaltungen für unsere Öffentlichkeitsarbeit und die Feuerwehr Groß Schönebeck bzw. Gemeinde Schorfheide besser bekannt zu machen. Immer wieder mussten wir feststellen dass ein Anziehungspunkt unserer vorhandenen Technik der LF8 STA LO Robur und der TLF15 G5 war.

Leider sieht das unsere Gemeindewehrführung anders. Statt unsere Öffentlichkeitsarbeit zu würdigen, die ja insgesamt alle Wehren unserer Gemeinde zu Gute kommt, denkt sie nur daran die Fahrzeuge abzuschaffen.

Wir nutzten auch viele Veranstaltungen um die seit Jahrzehnten bestehenden Kontakte mit unseren Nachbarwehren Klandorf, Zerpenschleuse, Hammer und Dölln zu pflegen. Gerade mit der Klandorfer und Zerpenschleusener Wehr stehen wir oft Seite an Seite unseren Mann.

Im Juli fuhren wir zum Gemeindefeuerwehrtag (GFT) nach Eichhorst. Dort starteten wir mit 2 Mannschaften zum Wettkampf Löschangriff. Erstmals startete eine Frauenmannschaft. Die Männer erreichten den 5. Platz, die Frauen den 1. Platz, Glückwunsch!!!

Weiterhin pflegen wir rege Kontakte zu den Nachbarorten vor allem nach Böhmerheide und Schluft wo keine ortsansässige Feuerwehr existiert. Werden wir gebraucht sind wir da.

Wichtig ist für uns die Kommunikation mit unseren Ortsvorsteher Herr Buhrs. Wir sprechen uns über Veranstaltungen die wir mitgestalten ab. Die Vergangenheit hat gezeigt dass es wichtig ist und die gute Zusammenarbeit speziell in unserem Dorf fördert.

Nicht zu vergessen die gute Zusammenarbeit mit Betriebenin unserem Dorf. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Arbeitgeber meine Kameraden für Ausbildungen und Alarmierungen von der Arbeit freistellen.

Aber es ist schön, dass es bei uns so gut funktioniert.

Am 14.Oktober wurde Kamerad Bergk mit seiner Frau für seine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr vom Ortsvorsteher Herr Buhrs und Bürgermeister Herr Schoknecht mit einem Essen im Gut Sarnow geehrt. Kamerad Bergk ist in der Regel immer vor Ort und trägt erheblich bei der Aufrechterhaltung der Tagesbereitschaft bei.

Brandmeister Wilhelm Beiersdorf ist seit dem 01.07.1946, also 70 Jahre Kamerad unserer Wehr. Er hat die Wehr nach dem II WK mit neu formiert. Bis heute bringt er sich aktiv in die Groß Schönebecker Wehr ein und unterstützt mit Rat und Tat die jüngeren Kameraden. Vor allem bei der Erarbeitung der Chronik können wir auf die Aufzeichnungen, die er über viele Jahrzehnte gemacht hat, zurückgreifen. Eine Treuemedaille für 70 Jahre war bisher noch nicht vorgesehen.

Am 19.05.2017 ist ein neues Gesetz zur Verleihung von Medaillen und Ehrenzeichen im Brand und Katastrophenschutz in Kraft getreten. Erst ab da ist eine Treuemedaille auch für 70 Jahre vorgesehen. Schnellstmöglich wird sie nachgereicht.

Wir wünschen dir weiterhin viel Gesundheit und das du uns noch lange erhalten bleibst.

Bedanken möchte ich mich für die Zusammenarbeit mit dem Träger des Brandschutzes der Gemeinde Schorfheide.

So haben auch die Mitarbeiter unseres Ordnungsamtes Frau Sydow und Herr Lukat für unsere Probleme ein offenes Ohr. Sie versuchen immer für uns eine gute Lösung zu finden, aber auch ihnen sind manchmal die Hände gebunden.

Demgegenüber gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der GWF und einigen Wehren unserer Gemeinde zum Teil als sehr schwierig. Dies verursachte wie auch in den Jahren zuvor viel Unruhe und Unmut in unserer Wehr.

So mussten wir erfahren, als ein neues Gerät oder sogar ein Fahrzeug für die Groß Schönebecker Wehr beschafft wurde, statt sich für die jeweilige Wehr zu freuen kam leider meist Neid und Missgunst auf.

Auch wurde von der Gemeindewehrführung (GWF) nicht verstanden, dass die aus unserer Sicht überflüssige gemeinsame Jahreshauptversammlung (JHV) mit allen Wehren der Gemeinde die Einsatzbereitschaft gefährdet und sie damit fahrlässig handelt. Es sei denn einige Kameraden sollen bewusst von der JHV ausgeschlossen werden um in ihren Ortsteilen die Einsatzbereitschaft für unsere Bürger aufrecht zu erhalten. Das können wir so nicht akzeptieren. Denn alle Kameraden leisten ihren Beitrag. Wer übernimmt die Verantwortung wenn wir gebraucht werden aber nicht vor Ort sind? Fakt ist ich als Ortswehrführer (OWF) der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck bin dann der erste Ansprechpartner für die Bürger und nicht die GWF.

Wir meinen auch die finanziellen Mittel die die gemeinsame JHV verursacht, könnte effektiver verwendet werden z.B. für den GFT. Nur da können wir uns den Bürgern der Gemeinde geschlossen präsentieren, für Nachwuchs werben und über unsere Arbeit informieren.

Zum Abschluss meines Jahresrückblicks möchte ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für Ihre ständige Einsatzbereitschaft und für euer Vertrauen ganz herzlich bedanken.

Auch wenn ich hin und wieder aus beruflichen Gründen nicht an Eurer Seite stehen kann so weiß ich, dass ich mich auf Euch verlassen kann.

Mein Dank gilt auch den Angehörigen meiner Kameraden, die dieser ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Verständnis entgegen gebracht haben, in diesem Sinne wünsche ich allen Kameraden und Kameradinnen sowie unseren Gästen für das Jahr 2017 viel Erfolg, ein weiterhin gutes Miteinander vor allem aber Gesundheit.

 

Ortswehrführer Kay Bartl

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Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Freiwillige Feuerwehr

Sehr beeindruckend, die Fahrzeuge der Feuerwehr aufgereiht vor der Feuerwache in der Ernst-Thälmann-Str.

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Die Fahrzeuge von links nach rechts:

- TLF 16/25 vom Typ MAN BJ 2002
- LF8 TSA vom Typ LO Robur BJ 1975
- TLF 20/40 vom Typ MAN BJ 2014
- TLF 15 vom Typ G5 BJ 1956
- VGW vom Typ VW Syncro BJ 1997
- MTW vom Typ Ford Transit BJ 2006