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  • kleiner glasow see
  • Ortseingang, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Die Dorfkirche, (c) Klaus Wackulat
  • Gevatter Storch in der Ernst Thälmann Straße 18, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Sommer in Groß Schönebeck, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schule, (c) Klaus Wackulat
  • Das Jadgschloss, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schorfheide, (c) Astrid Kuckartz
  • Die Heidekrautbahn, (c) Klaus Wackulat
  • Der kleine Glasowsee, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
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"Blickpunkt Tschetschenien" - Begegnungscafé des Willkommensteams

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Immer wieder mussten am 26. Februar neue Stühle in den Saal des Jugendclubs geholt werden, wo die Besucher schon dicht gedrängt saßen und erwartungsvoll auf den Vortrag und die Bilder zu Tschetschenien warteten. Mit etwas Verspätung (was den Fernsehaufnahmen des ARD-Teams bei den kulinarischen Vorbereitungen im Hause der Famile von Zainab geschuldet war) konnte der Themenabend zur Heimat der 17 in Groß Schönebeck lebenden Tschetschenen beginnen.

Das im Nordkaukasus gelegene wild-romantische Bergland agrarisch geprägte aber auch bodenschatzreiche (Öl) Tschetschenien ist ungefähr halb so groß wie Brandenburg und hat 1,3 Millionen Einwohner. Der 14-jährige Adam Mezhidov zeigte – unterstützt von Katja – Bildern aus seinem Heimatland, u.a. seine Fußballnationalmannschaft, traditionelle Gewänder im Museum, Tänzer in Trachten, Bilder des modernen, wiederaufgebauten Grosny (das ungefähr so viele Einwohner hat wie Kiel) wie auch die kriegszerstörte Stadt, die an Bilder von Berlin aus dem Jahr 1945 erinnerten.

Iles Kadiev zeigte ein Video, das von der Deportation der Tschetschenen am 23. Februar 1944 nach Kasachstan durch Stalin als Rache für den Kampf der Tschetschenen um ihre Unabhängigkeit parallel zum deutschen Einmarsch in die Sowjetunion 1941 handelte. Von den 408.00 Tschetschenen und 92.000 deportierten Inguschen kam während der Deportation und den ersten vier Jahren in der Verbannung, die erst durch Chrutschow 1957 beendet wurde, jeder vierte ums Leben.Als ie dann zurück kamen, waren ihre Felder und Häuser von neu angesiedelten Ukrainern und Russen besetzt, so das sie zunächst als Minderheit im eigenen Land lebten.

Iles erinnerte damit an den seit dem 16. Jahrhundert andauernden Kampf der Tschetschenen für die Unabhängigkeit von Rußland, der durch die beiden neuen blutigen Unabhängigkeitskriege mit Rußland 1994 und 1999 (bis 2009) mit über 130.000 Toten und die brutale Verfolgung jeglicher Kritiker und Regimegegener des aktuellen unumschränkten Herrschers und Putin-Freundes Achmat Kadyrow bis in die Gegenwart reicht.

Iles' Mutter Zainab berichtete von der Flucht ihrer Familie aus der zerbombten Stadt Grosny unter Zurücklassung ihrer alten Mutter aufs Land und dann nach Polen. Da sie hier – weil sie auch hier bedroht wurden und Polen die Aufnahme muslimischer Asylbewerber ablehnt – nicht bleiben konnten, kamen Teile der Familie schließlich nach Deutschland und Groß Schönebeck, wo sie seit einem knappen Jahr leben und eine neue Heimat gefunden haben. Schmerzlich vermisste sie die weiteren Familienangehörigen, definieren sich die Tschetschenen doch über eine weiteren Familienbegriff, als dies nach dem sehr engen des deutschen Asylrechts (Vater, Mutter, minderjährige Kinder) für die Familienzusammenführung festgelegt ist. So gibt es Bemühungen, Zainabs Tochter mit einem schwer behinderten Kind aus Vetschau auch näher zu der Großmutter heranzuführen, damit die Oma sie ohne die teuren langen Bahnfahrten unterstützen kann. Da diese Tochter bereits die höchste Asylanerkennung bekommen hat, wäre ein Umzug in diesem Fall möglich, wie Annette Flade mitteilte.

Befragt nach ihren Wünschen, sagten alle, sie wünschen sich den Frieden hier bei uns und Arbeit zu finden. Der der neunjährige Rashid will später Polizist werden, die Grafikerin Eliza hofft auf eine weitere Ausbildungsmöglichkeit. Alle haben sich sehr gut eingelebt im Dorf und fühlen sich wie eine große Familie. Der Kontakt der Familien untereinder ist sehr gut und es gibt viele Freundschaften mit hier ansässigen, vor allem über die Kinder.

Großen Zuspruch und höchste Anerkennung bei den Besuchern fanden die reichlich aufgetischten tschetschenischen Spezialitäten. Leckere gefüllte Teigtaschen, würzige heiße Fladen und süße, malerisch verzierte kalorienreiche Torten wurden herumgereicht und von allem konnte probiert werden bis der Magen streikte.

Mit einem herzlichen Dank an die Berichterstatter_innen für die emotional nicht einfachen Informationen zu ihrem Heimatland und ihren Wünschen und Erwartungen , die fleißigen Köchinnen und Bäckerinnen sowie alle Beteiligten aus dem Willkommensteam wurden die überraschend zahlreichen Besucher aus Groß Schönebeck und den Nachbarorten in das Wochenende entlassen.

Siehe hierzu auch den Bericht der Märkischen Oderzeitung:

http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/eberswalde/artikel4/dg/0/1/1462804/

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Jagd und Macht: Schorfheideheidemuseum erhält Unterstützung für Filmprojekt

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Ort

 

Seit seiner Eröffnung 2009 widmet sich die Ausstellung „Jagd und Macht“ im Jagdschloss Groß Schönebeck den Begegnungen der jeweils Mächtigen. Das vom Schorfheide e.V. getragene Haus hat sich inzwischen weit über die Region hinaus profiliert. Rund 10.000 Besucher werden jährlich gezählt. Die sollen zukünftig neben dem Besuch der Museumsräume im Schloss, in der Remise und in der Scheune auch mit bewegten Bildern mit dem Thema „Jagd und Macht“ vertraut gemacht werden. Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium stellt hierfür knapp 42.000 Euro aus Lottomitteln zu Verfügung. Mit dem Geld wird neben der Filmproduktion auch die Einrichtung des Vorführraums in der Remise unterstützt. Die Gemeinde selbst steuert weitere 10.500 Euro aus dem eigenen Budget bei.  Geplant ist bis Oktober die Produktion von dreimal 15 Minuten Filmmaterial. Zu den historischen Aufnahmen werden beispielsweise auch Interviews mit Zeitzeugen gestellt.

Jagd und Macht sind in der Schorfheide seit fast eintausend Jahren eng miteinander verbunden. Bedeutend waren zu allen Zeiten die Begegnungen der Mächtigen während und nach den Jagden. Aus diesen Kontakten lassen sich Entscheidungen ableiten, die mit wichtigen Ereignissen in der brandenburgischen und deutschen Geschichte verbunden sind. Diesen Randnotizen der Geschichte haben die Ausstellungsmacher ihr besonderes Augenmerk gewidmet. Die Schau zeigt die Schorfheide als Jagdrevier von Kaisern, NS-Größen und DDR-Staatsführung. Dabei werden Zeugnisse aus drei Epochen der deutschen Geschichte präsentiert.

Die Gemeinde Groß Schönebeck hat in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, das unter Denkmalschutz stehende, ortsbildprägende Ensemble rund um das ehemalige Jagdschloss zu sanieren beziehungsweise neu zu gestalten und für die Öffentlichkeit zu erschließen. Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium hat für die einzelnen Bauabschnitte auf dem Schlossareal in der Vergangenheit Mittel aus den ELER-Förderprogrammen für die Ländliche Entwicklung sowie aus der Konzessionsabgabe Lotto und Geld aus der Jagdabgabe für die Gestaltung der Ausstellungsräume bereitgestellt.

www.jagdschloss-schorfheide.de

 

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Ein Garten für Jung und Alt, für Neubürger und Alteingesessene

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Liebe Gartenfreunde,
am Jugendclub könnte ein Gemeinschaftsgarten entstehen, der von vielen bewirtschaftet und genutzt wird. Die Idee ist, einen kleinen Gemüse- und Blumengarten in der Außenanlage des Jugendclubs anzulegen und gemeinsam zu bewirtschaften, so dass sowohl die Mühen als auch die Erfolge geteilt werden.
In diesem Gemeinschaftsgarten wollen wir gemeinsam
-  in der Erde stochern,
-  Samen ausbringen,
-  Wasser schleppen,
- Pflanzen beim Wachsen zusehen
- und wenn möglich eine reiche Ernte teilen
Wer Lust hat, bei diesem Projekt mitzumachen, den lade ich ganz herzlich am Freitag den 11.03.2016 um 18:00 Uhr in den Jugendclub ein.
Dann wollen wir gerne besprechen, wie so ein gemeinsames Gartenprojekt für Jung und Alt aussehen kann, wer welche Aufgaben übernehmen möchte und welche Regeln es zu beachten gibt, damit aus einem Samen eine Pflanze wird und aus einer Idee ein Projekt.

Mit herzlichen Grüßen

Betina Post

 

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Mit John Lennon in Groß Schönebeck

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Der Gemeindesaal der Groß Schönebecker Immanuel-Kirchengemeinde war brechend voll, immer weitere Stühle mussten am 20. Februar hereingeholt werden und alle Generationen waren vertreten:
Es ging um Leben und Werk von John Lennon. Der ausgewöhnliche Musiker, Komponist und Friedensaktivist aus Liverpool, der mit seinen Freunden Paul, Georg und Ringo Popgeschichte schrieb und seine großartigen Songs ist unvergessen. Der Amerikaner Ron Randolf, Singer/Songwriter, Musikpädagoge und Chorleiter in Groß Schönebeck, zeichnete die Lebensgeschichte im Spiegel seiner eigenen Sozialisation in den USA in Wort und den großen Hits nach. Von den ersten Welterfolgen bis zur Trennung Lennons von den Beatles und zu den eigenen Produktionen. Von "Please, please me", über "A Hard Days Night" und "Norwegian Wood" bis zur "The Ballad of John and Yoko" reichte das Spektrum der Hits, die er mit seiner stimmlich hervorragend disponierten Partnerin Conny Schmuck interpretierte und mit überbordender Musikalität und ausgefeilter Instrumentierung das Publikum immer wieder mitriss. Bei keinem im Saal wurden da nicht eigene Erinnerungen lebendig. Kaum einer im Publikum, der nicht leise oder im Geiste mitsang. Unter den Besuchern waren auch die Groß Schönebecker Syrer, für die Conny Schmuck den Friedenssong "Imagine" eigens übersetzt hatte, spricht der Nr. 1-Hit der Friedensbewegung, der auch noch nach 40 Jahren allen aus dem Herzen sprach und aktuell ist wie nie zuvor.

Mit den klassischen Konzerten im Jagdschloss, den vielfältigen Programmangeboten auf dem Gut Sarnow sowie den jetzt von Ron Randolf kuratierten allmonatlichen "Schorfheideklängen" wird das Schorfheidedorf immer mehr zu einem musikalischen Treffpunkt hochkarätiger Musiker und ihres Publikums, wozu auch die Möglichkeit beiträgt, jeden Montag im neuen Chor von Ron Randolf in der Kirchengemeinde mitzusingen, dem schon nach wenigen Monaten mehr als 30 begeisterte Chorsänger aller Alterstufen angehören. Nächster musikalischer Höhepunkt in Groß Schönebeck ist das Konzert der spanisch/USA-amerikanischen, in England lebenden Sängerin Sarah McQuaid am 18. März 2016 um 20 Uhr im Gut Sarnow.

Die "Schorfheideklänge" erklingen wieder mit US-Folksongs und irisch-Schottischen Balladen am 22. April (Mehr siehe unter Veranstaltungen).

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