Groß Schönebeck
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Aktuelles

Programm zum Tag der offenen Höfe am 8. Juni 2024

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Kategorie: Aktuelles
Jörg Mitzlaff By Jörg Mitzlaff
Jörg Mitzlaff
06.Juni
06. Juni 2024
Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2024
Zugriffe: 2267

Unser Geheimtipp: Die Dorfbrauerei "Schönebeeker".

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Zum zehnten Mal laden der Ortsbeirat Groß Schönebeck und seine Unterstützer zum Tag der offenen Höfe in unseren schönen Ort ein. Das Tor zur Schorfheide präsentiert sich mit 8 offenen Höfen, Feld-rundfahrten und dem Traditionsbauernhof. Überall gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder und den Erlebnispfad zum Sandmann-Dichter Walter Krumbach. Auf vielen Höfen gibt es Gegrilltes, Kaffee und Kuchen sowie kühle Getränke. Außerdem gibt es ein buntes Programm mit Musik und Tanz.

1 - Lindenplatz mit großer Showbühne, Livemusik und DJ Maratze sowie Vorstellung verschiedener musikalischer und künstlerischer Darbietungen, Essen- und Getränkeversorgung durch die Gaststätte „Zur neuen Schorfheide“

Buntes Festprogramm auf dem Lindenplatz

10:00    Eröffnung der Höfe

             Beginn der Feldrundfahrten      

13:00 Uhr offizielle Eröffnung auf der Bühne auf dem Lindenplatz mit dem Landrat Daniel Kurth und den Groß Schönebecker Jagdhornbläsern. Moderation durch Ortsvorsteher A. Zeidler, Rainer E. Klemke und Antenne Brandenburg

             13:30    Interview mit der SAG und der Tischlerei Haseloff

             14:00    „Conny und Ron“ mit Musik

             15:30    Auftritt Tanztruppe „Magic Dancer“

             16:30    Groß Schönebecker Vereine stellen sich vor

ab 18.00 Uhr Liveauftritt von der Band „Yellow Times“

im Wechsel mit DJ Maratze

22.00 Uhr bis 0.00 Uhr Disco

2 - Bauernhof Jürgen Bohm mit Ausstellung historischer und moderner Agrartechnik der SAG (Schorfheider Agrar GmbH) sowie Führungen durch das Kutschenmuseum und der Heimatstuben; Feldrundfahren mit der SAG über die Felder und Agrarflächen, Essen und Getränke auf dem Kutschenhof

3 - Feuerwehr und Förderverein der Feuerwehr  mit Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge und Kinderspielen, Planschbecken für Kinder, Essen- und Getränkestand 

4 - Tischlerei Haseloff  mit Basteleien und Malen für Kinder, Besichtigung  und Einblicke in die Arbeit der Tischlerei          

5 - Dorfbrauerei „Schönebeeker“ Führungen mit Bierbrauer Burghard durch die kleine Privatbrauerei - inklusive Bierverkostung

6 - gGmbH Lebenshilfe Wohnstätten Barnim - Heidehaus  mit Spielplatz, Tretmobil, Hüpfburg, Bratwurst und Kuchen

7 - Bahnhof Groß Schönebeck -Alles über Schmetterlinge und andere Insekten mit der Naturwacht und unserem Entomologen Harry  

8 - Kirche Groß Schönebeck - Turmbesteigung, Kirchenbesichtigung, Eine-Welt-Laden „Solidario“, Offene Kirche mit Blühwiese für Insekten           

Alle Höfe von 10 bis 18 Uhr geöffnet

Eine Veranstaltung des Ortsbeirates Groß Schönebeck in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schorfheide und dem Bürgerverein Groß Schönebeck/Schorfheide e.V.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2024

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Kategorie: Aktuelles
Jörg Mitzlaff By Jörg Mitzlaff
Jörg Mitzlaff
06.Juni
06. Juni 2024
Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2024
Zugriffe: 2442

17 Kandidaten aus Groß Schönebeck treten zur Kommunalwahl am Sonntag, 09. Juni an und bewerben sich auf ein Amt im Ortsbeirat, in der Gemeindevertrettung oder im Kreistag. Wir finden das großartig! Nur wer ist am besten geeignet uns für die nächsten 5 Jahre zu vertreten? Sehen Sie sich unser Dorfgespräch an und lernen Sie die Kandidaten und Gruppen kennen.

Link zu youTube:

https://www.youtube.com/watch?v=AVgRpXo0raI

 

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Dorfgespräch

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Kategorie: Aktuelles
Jörg Mitzlaff By Jörg Mitzlaff
Jörg Mitzlaff
20.Mai
20. Mai 2024
Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2024
Zugriffe: 2486

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Keine Zeit am Sonntag?  Informieren Sie sich online zu den Wählergruppen und Parteien:
WIR - www.wirschorfheide.de 
Bündnis Schorfheide - www.buendnis-schorfheide.de 
Freie Wähler - https://bvb-fw.de/
SPD - https://spd-barnim.de/

 
Keine Zeit, zur Wahl zu gehen?
Die Beantragung der Briefwahl ist online in 5 Minuten noch bis zum 06. Juni 2024 hier möglich:
https://www.gemeinde-schorfheide.de/1838.0.html

79 Jahre Frieden in Groß Schönebeck und Gedenken an die Familie Wagner

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Kategorie: Aktuelles
Rainer Klemke By Rainer Klemke
Rainer Klemke
01.Mai
01. Mai 2024
Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2024
Zugriffe: 2457

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Am 28. April 2024 veranstalteten die Kirchengemeinde und der Bürgerverein ein Gedenkstunde anlässlich des 79. Jahrestages des Kriegsendes und der Ermordung der siebenköpfigen Pfarrerfamilie Wagner durch die abziehende rumänische SS-Einheit.

Ein Wort des Willkommens und über den Davidstern über der Pfarrhaustür sprach Pfarrerin Elisabeth Kruse:

Herzlich willkommen hier vor dem Pfarrhaus.

Wir erinnern an Menschen, die hier gelebt haben und die in diesem Haus ermordet wurden:

Superintendent Theodor Wagner mit seiner Frau Gertrud.

Ihr Sohn Theodor, Pfarrer aus Zerpenschleuse, mit seiner Frau Adelheid und ihren Kindern Dieter, Reiner und Eberhard.

Sie waren hier zu Hause.

Sie haben hier Schutz gesucht in unsicherer Zeit.

Wie so viele andere wollten sie sich in Sicherheit bringen. Aber am Ende waren sie immer noch hier. Und so sind sie wohl an diesem Abend vor 79 Jahren ins Haus zurückgekehrt.

Vielleicht sind sie auch auf ihrem letzten Weg ins Haus noch einmal durch die „Sternen-Tür“ gegangen?

So hat mein kleiner Sohn die vordere Haustür genannt. Er ist dreieinhalb, ungefähr so wie der älteste Enkel Dieter damals. Sternen-Tür – ob die Kinder damals auch so einen Namen für die Tür im Hause der Großeltern gefunden hatten?

Ehrlich gesagt: Mich hat dieser Stern überrascht:

Ein Davids-Stern im evangelischen Pfarrhaus aus dem 19. Jahrhundert?

Ich habe einen gefragt, der sich besser auskennt und er hat mir erzählt:

Dieser Stern war von alters her ein Zeichen für den Messias.

Hebräisch „maschiach“, griechisch „christos“, das ist der Gesalbte Gottes.

Das ist die Hoffnung auf einen, der im Namen Gottes kommt und Frieden bringt: Schalom – Wohlergehen, Liebe, Glück, so Vieles, wonach wir uns bis heute sehnen.

Der Stern ist ein altes Zeichen dafür, dass Gott mit den Menschen verbunden bleibt.

Auch in unserer Zeit. Auch in allem Unfrieden

Über Jahrhunderte hatten Juden und Christen dieses Zeichen gemeinsam. An Synagogen und in Kirchen ist es zu finden.

Als zum Ende des 19. Jahrhunderts mit einem zunehmenden Antisemitismus die zionistische Idee wuchs, wurde der Stern zu ihrem Zeichen – und später ein Teil der Flagge von Israel.

Aber schon im Mittelalter war der „Magen David“, der „Schild Davids“, wie er auch genannt wurde, in der jüdischen Flagge in Prag zu sehen.

Ein Schutzzeichen, in seiner besonderen geometrischen Form manchmal sogar verbunden mit magischen Vorstellungen.

Die Nazis pervertierten dieses Hoffnungszeichen, als jüdische Menschen gezwungen wurden, den gelben Stern zu tragen.

Ob der Stern an diesem Haus auch einen Vorwand für den Überfall geboten hat – von Betrunkenen, für die eh alles zu spät war? Die dem Hass und der Gewalt mehr geglaubt haben als dem Leben?

Der Stern konnte die Bewohner dieses Hauses nicht schützen.

Und auch ihre Mörder konnte er nicht schützen, am Leben dieser ganzen Familie schuldig zu werden. Ob es sie später noch verfolgt hat? Oder ob ihr eigenes Leben schon bald danach auch zu Ende war?

So Vieles, was wir nicht wissen – und doch gedenken wir.

Weil wir das Leben lieben und weil es uns heilig ist.

Und weil wir immer noch trauern über so viel Leid und Tod, auch hier in diesem Ort - und wo der Krieg schon fast zu Ende war, noch in diesem Haus.

Und noch immer steht der Stern über dieser Tür.

Für mich ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit, trotz allem.

Mit der Familie Wagner, die hier gelebt hat und Schutz gesucht hat.

Und mit allen, die bis heute auf Frieden hoffen und sich für das Leben einsetzen.

Nach einer Einführung durch Pfarrerin Elisabeth Kruse sang Gert Schüler das Friedenslied "Es ist an der Zeit" von Hannes Wader (hier zu hören: https://lyricstranslate.com/de/es-ist-der-zeit-lyrics.html). Danach verlas Corinna Harfouch einen Auszug aus Jesaja und aus Brechts Gedicht „Gleichnis des Buddha vom brennenden Haus“.

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Gert Schüler, Corinna Harfouch, Elisabeth Kruse und Rainer E. Klemke (v.l.n.r.)

Für den Bürgerverein sagte Rainer E. Klemke folgendes:

Am 30. April ging unser Großvater Paul Grabowski, der in den Zwanziger Jahren in Groß Schönebeck die Ortsgruppe der KPD gegründet hat, den sowjetischen Gruppen mit einer weißen Fahne entgegen, um zu verhindern, dass das Dorf Schauplatz weiterer Kämpfe wurde. Gegen 16 Uhr erreichten die ersten Panzer der der 1. Weißrussischen Front unter Marschall Georgi Schukow auf der alten Joachimsthaler Straße das Dorf. Groß Schönebeck lag infolge der Flucht der Einwohner:innen wie ausgestorben da. Da wusste Paul Grabowski noch nichts von dem schrecklichen Verbrechen, dass die abziehenden SS hier im Pfarrhaus an der Familie Wagner begangen hatte. Da es Spekulationen im Ort gab, es seien wohl doch die Sowjets gewesen, wurden Anfang der 60er Jahre die Gräber der Familie Wagner eingeebnet, um wegen der Erinnerung an das Verbrechen die Freundschaft mit dem Brudervolk nicht zu gefährden.

Die beiden Pfarrerfamilien aus Zerpenschleuse und Groß Schönebeck waren aus welchem Grund auch immer nicht wie viele andere Groß Schönebecker in den Wald geflohen oder hatten sich, wie ursprünglich geplant mit anderen Familien auf den Treck nach Westen begeben. Diesen letzten Kriegsopfern gedenken wir heute erneut und sollten uns des Geschenkes bewusst sein, hier seit 79 Jahren den Frieden genießen zu dürfen, der längsten Friedensperiode in Europa.

Seit Kirchengemeinde und Bürgerverein vor 11 Jahren hier den Gedenkstein und das Ehrengrab auf dem Friedhof für die Familie Wagner einweihten, erinnern wir jedes Jahr an dieses Verbrechen und das Kriegsende in Groß Schönebeck. Das Gleichgewicht des Schreckens im Kalten Krieg bewahrte zwar den Frieden, der war aber nicht mit dem zweiten großen Wert gekoppelt, der Freiheit. Die sollte erst mit der Bürgerbewegung in den RGW-Staaten und auch hier in der DDR erkämpft werden und die Erweiterung der Europäische Union um Staaten aus Mittel- und Osteuropa sicherten fortan beides: Frieden und Freiheit im EU-Raum.

Anderswo in der Welt entwickelte es sich in eine andere Richtung. Insgesamt 69 kriegerische Konflikte zwischen und in anderen Staaten zählt das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI, 108 Millionen Menschen auf der Flucht verzeichnet die UN-Flüchtlingsorganisation, davon 35 Millionen Flüchtlinge im Ausland. Und der Krieg rückt auch zu uns näher heran. Zunächst in dem ehemaligen Vielvölkerstaat Jugoslawien und seinen Nachfolgerepubliken, in Tschetschenien, Georgien, in Syrien, in Afghanistan und nur 600 km von hier in der Ukraine. Kriegsflüchtlinge aus Tschetschenien und Syrien fanden bei uns ab 2015 eine neue Heimat, der Überfall Russlands auf die Ukraine brachte weitere Geflüchtete auch in unser Dorf. Die russischen Bomben und Raketen auf Grosny, Aleppo und die Ukraine töteten Greise, Kinder und Frauen. Schulen und Universitäten, Krankenhäuser, Energie- und Wärmeversorger, Tretminen in den Weizenfeldern waren und sind die Ziele der Putintruppen, vor denen Ukrainer:innen in unser Dorf flüchteten, nachdem sie Hab und Gut verloren haben..

Der Terror des Mullahregimes im Iran brachte eine weitere Familie hzu uns, die aus ihrer Heimat fliehen musste, um den Häschern zu entgehen. Wir sind sehr froh und stolz, dass sich viele Groß Schönebecker gefunden haben, die den Neubürger:innen Wohnung gegeben und vielfältige Eingliederungshilfe geleistet haben, weshalb unser Dorf auch mit dem Integrationspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet wurde. Acht Kinder wurden bereits von Neubürger:innen hier geboren und trugen mit den Geschwistern dazu bei, dass Kita und Schule im Dorf gesichert und ausgebaut werden konnten. Viele von ihnen haben hier im Dorf oder im Landkreis Arbeit oder eine Ausbildung gefunden.

Der gemeinsame Markt und das Rechtssystem in der EU sind die Quelle des Wohlstandes für uns und der Garant unseres Friedens und unserer Freiheit. Obwohl die Menschen, die sich nach Europa geflüchtet haben, nur 0,6% der Einwohner:innen der EU ausmachen, wird die Zuwanderung zunehmend zur Gefahr dargestellt, gegen die wir uns mit Zäunen, Mauern und Grenztruppen schützen sollen. Dagegen macht die Zuwanderungsquote im Libanon 12,5%, in Jordanien 6,3 %, in der Türkei 4.4.% und in fast allen anderen Anliegerländern mehr aus als im reichen Europa. Selbst bei uns in Deutschland beträgt die Quote nur 1,5%, das sind etwa so viele wie Menschen in Hamburg leben.

Es werden wieder erneut Ängste geschürt bei uns, gerade auch jetzt vor den anstehenden Wahlen. Unsere freie Presse wird gerade von denen, die den Angriffskrieg des diktatorischen Putinregimes gutheißen und sich von ihm bezahlen lassen, als „Lügenpresse“ gescholten. Die, die lautstakt auf Demonstrationen und in den Medien hetzen, beklagen sich, dass sie hier ihre Meinung nicht sagen dürfen. Unsere Justiz wird von Befürwortern und Geldempfängern aus China als staatsgelenkt bezeichnet, während wir die Opfer staatlicher Repression aus Russland und China bei uns aufnehmen. Dieselben Kritiker unseres Staatswesens wollen raus aus der EU und dem Euro, die uns Frieden, Freiheit und Wohlstand gesichert haben.

Alle diktatorischen Regime greifen zuerst die Pressefreiheit an, dann die Justiz, verstaatlichen Medien und entlassen Richter und Staatsanwälte, wie wir es u.a. auch in Polen, Ungarn und der Türkei erlebt haben, um danach korrupte Machtkartelle zu installieren. Und sie richten sich gegen mühsam erkämpfte Frauenrechte, wie einen straffreien Schwangerschaftsabbruch sowie die wirtschaftliche und politische Gleichberechtigung von Frauen.

Und was hat das alles mit dem Gedenken an die Familie Wagner und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Groß Schönebeck zu tun?

Diese Tage vor 79 Jahren bezeichnen das Ende einer mörderischen faschistischen Herrschaft, die vom Hass auf Minderheiten, Zwangsarbeit und dem Überfall auf andere Völker, die man zu „Untermenschen“ erklärte und ausrotten wollte, lebte. Dieses Regime zeichnete sich durch nicht das Streben nach multilateraler Verständigung und Zusammenarbeit der Völker, sondern durch Abgrenzung und nationale Überheblichkeit aus.

Von daher gilt es, das Wort von „Nie wieder ist jetzt“ aufzunehmen und denen entgegenzutreten, die gegen die europäischen Werte und die Menschenrechte anrennen, die sich als Bürgerliche verkleiden, aber mit Verfassungsfeinden zusammenarbeiten, die unsere Rechtsordnung aushöhlen und bei russischen und chinesischen Despoten ein und ausgehen und sich von denen, wie der SPIEGEL berichtet, die Agenda schreiben lassen.

Viele denken, so schlimm wird es ja wohl nicht kommen, lass’ die doch mal zeigen, was sie anders und besser machen können und wenn die mal über die Stränge schlagen: mich wird es ja schon nicht treffen. Aber seit 1990 wurden nach Recherchen des Tagesspiegel 302 Menschen in Deutschland durch rechtsradikale Täter ermordet – weitaus mehr als durch alle islamistischen Anschläge.

Dazu hat Pastor Martin Niemöller, Häftling im KZ Sachsenhausen, einst einige Worte gesagt, die sinngemäß auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben:

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

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Im Anschluss sprach Ortsvorsteher Andreas Zeidler und leitete über zum Besuch des Ehrengrabes der Familie Wagner auf dem Friedhof. Nach der Niederlegung von Blumen schloss die Veranstaltung mit Gebet und Segen durch Pfarrerin Elisabeth Kruse.

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