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  • Ortseingang, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Die Dorfkirche, (c) Klaus Wackulat
  • Gevatter Storch in der Ernst Thälmann Straße 18, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Sommer in Groß Schönebeck, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schule, (c) Klaus Wackulat
  • Das Jadgschloss, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schorfheide, (c) Astrid Kuckartz
  • Die Heidekrautbahn, (c) Klaus Wackulat
  • Der kleine Glasowsee, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
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Das traditionelle Erntedank- und Dorffest 2014 war wieder ein Zuschauermagnet

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

Besucher von nah und fern wurden von Jürgen Bohm und seiner Crew herzlich empfangen. Der Bauernhof war wie immer festlich geschmückt. In Handarbeit und mit Hilfe aus Birkenwerder wurde eine 2 Meter große Erntekrone geflochten.

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Beim Kirchlichen Gottesdienst mit einem Kirchenchor aus Bernau sprach der Pfarrer Flade der Gemeinde seinen Segen aus.

Am Nachmittag spielten der Friedrichswalder Chor, die Jagdhornbläser aus Groß Schönebeck und die Original Schorfheider mit Unterstützung von 3 Musikerinnen und einem Musiker aus Wacken und der wiedergewonnenen Stimme von Gert Schüler. DJ Wohni sorgte wie immer für die professionelle Beschallung.

Die Besucher hatten die Gelegenheit, sich das Kutschenmuseum, eine historisch eingerichtete Heimatstube und historische Erntegeräte in Aktion zu bestaunen. Eine Dreschmaschine aus Klandorf wurde über Keilriemen und einem extra dafür gekauften Motor wieder in Gang gebracht.

Bei Kaffee und Kuchen und Getränken von der Bar mit Preisen wie zu DDR Zeiten ließen die Besucher den Abend gemütlich ausklingen.

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Der Veranstalter Jürgen Bohm zeigte sich zufrieden.  "Es muss sich drehen" sagte er und meint damit, wenn so viel rein kommt wie ausgegeben wurde, haben wir alles richtig gemacht. Der eigentliche Gewinn ist ein gelungenes Fest für unsere Besucher.

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Feierliche Enthüllung des Lindenplatz-Findlings in Groß Schönebeck

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

 

Unter den Augen der Groß Schönebecker Dorfbewohner wurde am Sonntag, den 28.09.2014 um 10:00 Uhr ein Gedenkstein auf dem Lindenplatz enthüllt.

Der 4 Tonnen schwere und 2 Meter große Findling wurde bei Ausgrabungsarbeiten in der Liebenwalder Straße gefunden. Die weithin sichtbare Gravur mit dem Namen des Platzes auf dem der Stein steht, wurde von der Firma Horst Maaß gesponsert.

Damit hat der Lindenplatz einen neuen Blickfang im Zentrum unseres Ortes, der Besucher und Einheimische dazu einlädt, auf dem parkähnlichen Festplatz und Spielplatz zu verweilen.

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(c) P. Haberlandt

Bei den Germanen und den Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Nach Kriegen und Katastrophen gab es den Brauch sogenannte Friedenslinden zu pflanzen. Die meisten erhaltenen Exemplare erinnern wie auch in Groß Schönebeck an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71.

Die Anlage auf dem Lindenplatz besteht aus 8 Reihen von Lindenbäumen, die zu verschiedenen Zeiten immer wieder nachgepflanzt wurden. Der Bürgerverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Lindenplatz als geschichsträchtigen Ort zu bewahren und zu pflegen.

 

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Alte Ansichtskarten/Ortsansichten von Groß Schönebeck gesucht

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Der Bürgerverein Groß Schönebeck sucht alte Ortsansichten von Groß Schönebeck und den früheren Ortsteilen Böhmerheide, Klandorf und Schluft für eine Ausstellung, in der er diese Ortsansichten von damals Fotos aus der gleichen Perspektive von heute gegenüberstellen will. Damit will er den Wandel von Groß Schönebeck und seiner ehemaligen Ortsteile  und verbliebene historische Elemente sichtbar machen. Welche Postkartenansichten derzeit schon vorhanden sind, ist auf der Homepage des Bürgervereins unter http://grossschoenebeck.de/umgebung/kultur.html zu sehen. Erbeten werden entweder Originale, die leihweise oder als Schenkung zur Verfügung gestellt werden oder Faksimiles/pdf, die digital übermittelt werden. Postadresse ist der Bürgerverein in der Alten Schmiede unter Bürgerverein Groß Schönebeck/Schorfheide e.V., Rosenbecker Str. 1a, 16244 Schorfheide oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Erdwärmeforschung in Groß Schönebeck

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

 

Nach dem Motto Wissenschaft trifft Bürger gab es am 22.08.2014 einen erlebnisreichen Nachmittag auf dem Forschungsgelände "in situ" Reservoir Groß Schönebeck dem Freilandlabor des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ).

Der Publikumszuspruch war mit ca. 200 Gästen überraschend gut, viermal so viele, wie geschätzt.

Die Reaktionen des Publikums waren durchweg positiv bis begeistert. Teilgenommen haben BürgerInnen aus allen Teilen der Gemeinde Schorfheide und auch Berliner.

Die Zusammensetzung war vom landwirtschaftlichen Hilfsarbeiter bis zum Pfarrer, vom Bürgermeister bis zum Gemeindearbeiter sowie altersmäßig sehr gut gemischt. Der älteste Besucher war unser alter Deutschlehrer Hirsekorn aus Böhmerheide mit 85 Jahren.

Prof. Ernst Huenges, Schorfheide-Bürgermeister Uwe Schoknecht und der Groß Schönebecker Ortsvorsteher Achim Buhrs zogen eine positive Bilanz der ersten Veranstaltung dieser Art. Achim Buhrs: „Es sind viermal mehr Besucher gekommen, als wir erwartet haben“. Erstmals könnten, so die Veranstalter, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Schorfheide hautnah erleben, was hier vor ihrer Haustür entstehen würde und im direkten Dialog mit den hier arbeitenden Wissenschaftlern einen Blick hinter die Kulissen und in die Zukunft tun.

 

Vortrag von Prof. Huenges in der überfüllten Pumpenhalle beim Tag der Offenen Tür auf dem Sarnow. Zur Beruhigung der umliegenden Bewohner gab es die Erkenntnis, dass die Forschungen und Bohrungen keine Erdbeben auslösen können.

Die Erwartungen vieler der rund 200 Besucher des Tages der Offenen Tür auf dem Sarnow, dass nun bald eine Thermalschwimmbad oder eine umweltfreundliche Beheizung und Stromversorgung ihrer Wohnungen vom Sarnow aus ermöglicht werden könnte, mussten die Wissenschaftler, die mit unendlicher Geduld und überaus anschaulich an verschiedenen Ständen und bei den Führungen über das Gelände ihre Arbeit vorstellten, leider enttäuschen. Das liegt zum einen daran, dass es sich um eine Forschungsanlage handelt, die allein schon von ihren Dimensionen nicht für solche praktischen Anwendungen geeignet sind, zum anderen daran, dass die Anlage nun inmitten des Biosphärereservats Schorfheide steht und damit ein Wärmekaftwerk oder ein Thermalbad vor sehr schwierigen Genehmigungshürden stehen würde. Daher muss die immerhin noch 90 Grad heiße Abwärme, die beidem derzeitigen Versuchsprozess entsteht, durch zwei Kühltürme abgeleitet werden und kann noch nicht in eine Nutzung überführt werden.

Prof. Huenges machte allerdings in seinem Einleitungsvortrag auf die großen Potentiale der Nutzung der Erdwärme sowohl im erdnahen wie im Tiefenbereich aufmerksam, konnten doch schon im Jahr 2013 mit allen installierten Anlagen der jährliche Wärmebedarf von 580.000 Zweipersonenhaushalten und zusätzlich der Strombedarf von 8.300 dieser Haushalte gedeckt werden. Da sei aber noch eine Menge Luft nach oben. Insbesondere in Bayern hätte man sehr viele neue Erdwärmeanlagen installiert. Derzeit werde z.B. in einem neuen Projekt 509 Wohnungen in Celle und Rotenburg mit einer Gesamtfläche von 30.600 qm künftig CO2-frei beheizt.

Mit der fortschreitenden Forschung sowie der größeren Verbreitung würden ähnlich wie bei der Photovoltaik und der Windenergie die Preise für die erforderlichen Anlagen fallen und die Erdwärme eine immer attraktivere Ergänzung für die Wärme- und Stromerzeugung in Deutschland werden, so Prof. Huenges. Nach einer neuen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR, Stuttgart im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium, das auch die Forschung auf dem Sarnow weitgehend finanziert, wird in einem Szenario bis 2050 für die Tiefengeothermie einen Anteil von 8 % am Endenergieverbrauch erwartet. Gemeinsam mit der oberflächennahen Geothermie sollen danach etwa 13 Prozent erreicht werden. Anders als bei Photovoltaik oder Windkraft hat die Erdwärme den großen Vorteil der Grundlastfähigkeit, also der Unabhängigkeit von Licht und Wind, und kann daher zuverlässig und konstant Wärme liefern.

Dazu sollen nicht zuletzt die Erkenntnisse aus dem Labor auf dem Sarnow dienen. Erstmals auf der Veranstaltung des Bürgervereins und des Geoforschungszentrums Potsdam kündigte Prof. Huenges an, dass ein dritte Bohrung zur Erforschung neuer Bohrtechniken im Kostenvolumen von ca. 10 Mio. € beantragt werde.

 

 

 

 

Eines von zwei Bohrlöchern. Die Wassersäule steht etwa 250m unter der Oberfläche in dem Bohrloch. In etwa 4 km Tiefe ist 150 Grad heißes Wasser, vermischt mit 30% Gas (hauptsächlich Stickstoff und etwas Methan).

Das geförderte heiße Wasser ist hochgradig salzhaltig (ca. 280 g/l) und enthält auch andere Beimengungen, wie z.B. Lithium und Kupfer und muss daher vor dem Einspeisen in eine stromerzeugende Turbine zuerst in drei Durchläufen durch einen Titanspeicher mit verschiedenen Grob- und Feinspeichern gereinigt werden. Andernfalls würden Leitungen und Geräte durch die aggressive Mischung zerstört werden. So ist denn auch die Forschungsarbeit nicht allein auf die geologischen und hydrologischen Aspekte beschränkt, sondern wird durch Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen begleitet, die die Förder- und Verarbeitungstechniken erforschen und entwickeln, die zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Erdwärme erforderlich sind. Fragen wie die erforderlichen Geräte und deren Materialien qualifiziert werden können sind daher ebenso wichtige Forschungsgegenstände wie die Untersuchung der Gesteinsschichten, Erdspeicher und geologisch besonders interessanten Bodenformationen, die für Erdwärmegewinnung Voraussetzung sind.

 

Nachdem hier 1990 die erste Bohrung (nach Erdgas) niedergebracht wurde, knüpfte man hier an die zu DDR-Zeiten weit fortgeschrittene Erdwärmeforschung an und öffnete im Jahr 2000 das verschlossene Bohrloch wieder für eine Injektionsbohrung mit 4.400 m und brachte im Oktober 2003 im Abstand von 22 m eine zweite auf 4.309 m nieder, die allerdings in der Tiefe um 450 m nach Westen abgelenkt wurde, um einen Abstand zur Injektionsbohrung zu schaffen, damit sich das Wasser dazwischen wieder auf 150 Grad erwärmen kann. Ein Langzeitexperiment soll zeigen, ob sich das durch die Bohrungen erzeugte Risssystem zum dauerhaften Transport und Wärmeaustausch des im Untergrund vorhandenen Wassers eignet, da nur langfristig gesicherte Produktionsraten eine nachhaltige Nutzung des Heißwasserreservoirs erlauben und die Investition in die Stromerzeugung wirtschaftlich interessant machen.

Weitere Informationen zu dem 2011 im Rahmen von „Deutschland - Land der Ideen“ ausgezeichneten Projekts finden sich unter: www.gfz-potsdam.de.

 

 Text: Rainer Klemke und Joerg Mitzlaff