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  • kleiner glasow see
  • Ortseingang, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Die Dorfkirche, (c) Klaus Wackulat
  • Gevatter Storch in der Ernst Thälmann Straße 18, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Sommer in Groß Schönebeck, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schule, (c) Klaus Wackulat
  • Das Jadgschloss, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schorfheide, (c) Astrid Kuckartz
  • Die Heidekrautbahn, (c) Klaus Wackulat
  • Der kleine Glasowsee, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
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Ein Grüner sieht Rot für die Sparkassen

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

 

Kein Sozialdemokrat, keine Linker, kein Freier Wähler, nein, ein Grüner Abgeordneter hielt eine flammende Rede für eine gerechte Bargeldversorgung auf dem Land im Westen der Gemeinde Schorfheide und in Lunow.

Stefan Böhmer, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag fand deutliche Worte für das Verhalten der Landrats Bodo Ihrke:

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Zurecht kritisierte er deutlich die mangelnde Bereitschaft der Sparkassen und der verantwortlichen Politiker - Landrat Ihrke eingeschlossen, für eine ausreichende Versorgung der Menschen mit Bargeld zu sorgen.

Mit seinen Fragen brachte er den Unmut und den Frust der Bürger auf den Punkt:

„Wir wollen Wirtschaft in die Peripherie bringen? Wie soll das funktionieren ohne eine Bargeldversorgung? Wie wird eine alternde Bevölkerung an der Peripherie mit Geld versorgt, die nicht mobil sind? Wo bekommen die Senioren Ihre Rente her?“

Formalrechtlich darf der Kreistag dem Landrat in seiner Rolle als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse keine Aufgaben erteilen.

Das hat sogar der ehemalige Sparkassenvorstand Josef Keil (SPD), ebenfalls Mitglied des Kreistages, erkannt. Seine Argumentation „Die Politik und der Kreistag darf sich nicht in das operative Geschäft der Sparkasse einmischen.“ geht allerdings meilenweit am Thema vorbei.

Geht es doch hier um eine grundlegende, strategische Entscheidung von großer Reichweite für die Menschen im Barnim: Eine angemessene Grundversorgung mit Bargeld und Finanzdienstleistungen.

Der Antrag der Grünen richtet sich deshalb auch explizit an den Landrat in seiner Rolle als Landrat:

"Der Landrat wird beauftragt, sich als Vertreter des Trägers im Verwaltungsrat der Sparkasse für den Erhalt der Sparkassenfiliale in Groß Schönebeck einzusetzen."

Der Kreisausschuss A4 aka Ausschuss für Territorialplanung, Bauen und Wohnen, Gewerbe und Wirtschaft brachte seine ganze juristische Expertise ein und formulierte der Antrag noch einmal so um, dass er mit Sicherheit nicht mehr vom Landrat kassiert werden kann:

"Der Landrat wird gebeten, im Rahmen der nächsten Verwaltungsratssitzung erneuert die zum 01.07.2017 beabsichtigten Geschäftsstellenschließungen der Sparkasse Barnim zu thematisieren und die Auswirkungen für die betroffenen Kunden, besonders für den Bereich des Bargeldgeschäftes nochmals zu diskutieren."

Der neue Antrag wurde mit großer Mehrheit vom Kreistag angenommen.

Jetzt ist der Ball wieder beim Landrat und den Vorständen der Sparkasse.

Sehr geehrter Herr Ihrke,

Sie können als der Landrat in die Barnimer Geschichte eingehen, der tausenden Barnimern die Geldversorgung genommen hat.

Oder Sie können als ein Landrat in Erinnerung bleiben, der einen fairen Kompromiss aushandeln kann, anstatt sich an seine einmal getroffene Entscheidung zu klammern.

Wir in Groß Schönebeck warten noch immer auf ein Ersatz-Angebot der Barnimer Sparkasse für die West-Schorfheide.

 

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Hertha BSC und der Hundehaufen

Geschrieben von Bürgerverein Groß Schönebeck am . Veröffentlicht in Aktuelles

Zweimal im Jahr lädt der Bürgerverein, zusammen mit dem Ortsbeirat, ein zum Dorfgespräch. Letzten Sonntag war es wieder so weit. Duzende Bürger sind der Einladung gefolgt.


Ohne Tagesordnung und Hierarchie wurde über die Dinge gesprochen, die unsere Menschen hier im Ort bewegen.


Es wurde über den Stand der Verhandlungen mit der Sparkasse berichtet, es wurde über die Gestaltung der öffentlichen Fläche vor dem neuen Edeka-Parkplatz beraten und es wurde eine Tempo 30 Zone am Lindenplatz gefordert.


Besonders intensiv wurde über die Fragen des Zusammenlebens hier in unserem Ort diskutiert.


Wollen wir mit Hundehaufen vor unserem Gartenzaun leben?


Wollen wir mit vermüllten Straßenschildern, Laternenmasten und Briefkästen leben?

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Wenn man vom Bahnhof Groß Schönebeck in die Döllner Siedlung läuft, sind die unzähligen, aufdringlichen Hertha BSC Aufkleber nicht mehr zu übersehen.


Hertha BSC ist ein toller Verein, keine Frage, wir wünschen ihm jeden Erfolg. Aber wie viel wahrscheinlicher ist ein Sieg für Hertha, wenn in Groß Schönebeck hunderte Aufkleber rumhängen?


Kann es sein, dass sich hier jemand auf Kosten des Dorfes wichtiger machen will, als er es in Wirklichkeit ist?


Wir wollen nicht wissen, welches Hobby du hast. Wir haben selber Hobbies. Und wir teilen unsere Hobbies gerne mit denen, die es interessiert.

Hier in GS wollen wir nicht, dass es so aussieht wie in Berlin an jeder 2. Ecke. Das passt hier einfach nicht her, darin waren sich alle Anwesenden einig.


Beim Thema Hundehaufen gab es ebenfalls breiten Konsens im Saal. Wer mit seinem Hund im Ort laufen möchte, der ist gerne gesehen, wenn er die Tretminen seiner Vierbeiner beseitigt. Tütenspender gibt es bei uns am Lindenplatz und in der Schloßstraße.

Auch wenn es nicht jedem gefällt, so machen wir das hier im Ort.

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Der Landrat und seine Entscheidung zur Sparkasse

Geschrieben von Jörg Mitzlaff am . Veröffentlicht in Aktuelles

Es hinterlässt einen Eindruck, auch bei einem gestandenen Politiker wie Herrn Ihrke, wenn sich so eine illustre Runde von Bürgern auf den Weg in die Kreishauptstadt Eberswalde macht um ihn zu besuchen. Einer bekannten Schauspielerin, einem Medienexperten im Ruhestand, einem selbstständigen IT-Unternehmer und dem Ortsbürgermeister von Groß Schönebeck ist das Schicksal ihrer Heimat nicht egal.

Sie trafen sich mit dem Landrat Bodo Ihrke und Medienvertretern, um die Unterschriften der Petition "Keine ersatzlose Schließung der Sparkasse in Groß Schönebeck" und die damit verbundene Forderung dem Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sparkasse Barnim zu überreichen.

Herr Landrat Ihrke nahm die 880 Unterschriften von der Groß Schönebecker Delegation entgegen und wird das Anliegen auf dem nächsten Treffen des Verwaltungsrates der Sparkasse beraten. Er hat sich die Argumente der wortführenden Bürger angehört und er hat sich dafür ausgesprochen, dass es weitere Gespräche der Groß Schönebecker Vertreter mit den Sparkassenvorständen geben soll.

Darüber, wer die besseren moralischen und betriebswirtschaftlichen Argumente hat, gab es keine Einigung.

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Wieviel Sparkasse braucht das Land Barnim? Wenn es nach Herrn Ihrke geht, weniger als heute. Heute gibt es noch einen Geldautomaten auf 3.352 Barnimer und eine Bankfiliale auf 8.717 Barnimer. In der West-Schorfheide/Zerpenschleuse-Gegend wohnen rund 3.600 Einwohner. 70% nutzen Online-Banking. Bargeld brauchen sie trotzdem.

Einige sagen, dass es in 20 Jahren kein Bargeld mehr geben wird. Für viele andere wäre das eine Horrorvorstellung. Bargeld schafft Anonymität. Anonymität schafft Freiheit. Freiheit und Privatsphäre ist einer der Grundwert, die gerade in Deutschland hochgehalten werden.

"Nur weil es andere auch so machen" war noch nie ein gutes Argument. Nur weil es in der Uckermark, oder in Schweden, oder in Kanada eine noch schlechtere Versorgung mit Bargeld gibt, muss sich der Barnim damit nicht vergleichen. Finanziell können wir uns eine Versorgung mit Bargeld und Geldberatung auf dem heutigen Stand leisten, es ist eine Frage des politischen Willens.

Nicht zuletzt, oder gerade wenn man ein Parteibuch in den Händen hält, dass den Namen "Sozial" groß schreibt, sollte man nicht ohne Not von den sozialen Errungenschaften abweichen.

Sehr geehrter Herr Landrat Ihrke, Sie müssen Ihre Entscheidung nicht revidieren. Der Kreistag wird sich der Sache annehmen, wenn das genügend Bürger von ihren gewählten Vertretern einfordern. Und ich weiß, in der Welt in der Sie leben, mag das eine Überraschung sein.

Joerg Mitzlaff

Vorsitzender des Bürgervereins Groß Schönebeck

 

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Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Sabine Müller

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Pfarrerin Sabine Müller (54) wurde am 19. Februar 2017 von ihren Kolleg*innen Pfarrerin Karina Nippe (die auch die Vakanzvertretung nach dem Ausscheiden von Pfarrer Flade wahrgenommen hatte), Pfarrerin Anke Spinola (Potsdam) und Pfarrer Christoph Brust (für den Kirchenkreis Barnim) in ihr neues Amt für die Gemeinde Groß Schönebeck und Zerpenschleuse eingeführt. In ihrer Antrittspredigt hob sie den freundlichen Empfang hervor, den sie im Dorf erfahren habe und gab ihrer Freude und Neugier über den Wechsel von einer großen städtischen Gemeinde in Potsdam zu einer ländlichen Ausdruck, der für sie auch eine Rückkehr zu ihrer Herkunft und zu früherem Kirchendienst in Joachimsthal bedeutet. "Wer glaubt, muss große Geduld haben", gab ihr Pfarrer Brust mit auf den Weg. Geduld mit anderen und mit sich selber, auch angesichts der großen Erwartungen an die neue Pfarrerin wie auch hinsichtlich ihrer eigenen bei der Umsetzung eigener Ideen und Konzepte in der neuen Umgebung. Müller hob unter Anspielung auf Samen, die sie zum Abschied aus Potsdam erhalten hatte, hervor, dass hier in Groß Schönebeck schon viele Samen aufgegangen seien, wie z.B. mit der Arbeit für Geflüchtete, mit dem Chor (der auch den Gottesdienst begleitete) und den Konzerten, mit Ausstellungen und anderem mehr, was sie nun fortführen und weiterentwickeln könne, aber auch eigenen Samen in die Erde bringen werde.

Die zahlreichen Gäste aus der Familie, der Kirche des Barnims und aus Potsdam, aber auch vor allem aus den Gemeinden des Sprengels trafen sich nach dem überaus gut besuchtem Gottesdienst in den Gemeinderäumen zu einem geselligen Kaffeetrinken mit herzlichen Grußworten von allen Seiten.

Auch von Seiten des Bürgervereins und seines Willkommensteams wurde die neue Pfarrerin herzlich willkommen geheißen, Man freut sich sehr auf die Fortsetzung der überaus guten Zusammenarbeit auf allen Ebenen mit der neuen Pfarrerin und möchte mit ihr gemeinsam an ihrem formulierten Ziel, die Kirche als einen lebendigemn Mittelpunkt des dörflichen Lebens weiterzuentwickeln, arbeiten.

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