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  • kleiner glasow see
  • Ortseingang, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Die Dorfkirche, (c) Klaus Wackulat
  • Gevatter Storch in der Ernst Thälmann Straße 18, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
  • Sommer in Groß Schönebeck, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schule, (c) Klaus Wackulat
  • Das Jadgschloss, (c) Klaus Wackulat
  • Die Schorfheide, (c) Astrid Kuckartz
  • Die Heidekrautbahn, (c) Klaus Wackulat
  • Der kleine Glasowsee, (CC-BY) Bürgerverein Groß Schönebeck
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Maibaumfest 2017

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Das Wetter zeigte sich zwar trocken, aber von der windigen Seite. Trotzdem freute sich Groß und Klein an dem schönen Maibaum und seiner erfolgreichen Aufstellung. Während sich die zahlreichen Gäste an Speis und Trank labten, der Musik lauschten und sich austauschten erfreuten sich die Kinder an dem Kletterbaum mit vielen Süßigkeiten.

Danke an EDEKA für die gestifteten Preise, das Revier Rehluch für den gesponserten Baum, die Feuerwehr für die Absicherung des Straßenumzuges, die Schorfheider Jagdhornbläser, Jürgen Bohm für die Bereitstellung der alten Landtechnik für den Transport und allen Organisatoren!

 

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Wagner-Gedenken: 72 Jahre Frieden in Groß Schönebeck

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Anlässlich des 72. Jahrestages des Kriegsendes in der Schorfheide erinnerten der Ortsbeirat, der Bürgerverein und die Kirchengemeinde Groß Schönebeck an die Ermordung der Pfarrersfamilie Wagner und die vielen Kriege und Kriegstoten in aller Welt und legten am Gedenkstein vor dem Pfarrhaus sowie am Ehrengrab der Familie Wagner auf dem Friedhof weiße Rosen nieder. Die Konfirmandinnen Emma Schweinsberg und Julienne Minak verlasen die Namen der getöteten Mtglieder der Familie und zitierten aus dem Gebet der Vereinten Nationen (s.u.)

Pfarrerin Sabine Müller, die jetzt seit Februar 2017 in dem Pfarrhaus wohnt, wo einstmals Pfarrer Wagner mit seine Familie ermordet wurden, sprach aus ihrer persönlichen Betroffenheit über das Schicksal ihres Amtsvorgängers und seiner Familie:

 

Was? In so einem Haus kannst Du wohnen? Wo so etwas Schreckliches geschah? Hast Du da nicht Alpträume?“

Wie oft habe ich in den letzten Wochen diese Sätze gehört.

Seit fast einem Vierteljahr wohne ich hier im Pfarrhaus.

Und nein, ich habe keine Alpträume. Aber ich denke oft an das, was hier geschah. Ich gehe durch die Räume und versuche mir vorzustellen, wie Wagners hier gewohnt haben. Wie war die Zimmeraufteilung? Wo haben sie gegessen, gekocht, geschlafen, gelesen, geliebt, gefeiert...gebetet? Und wie war es damals, als das junge Ehepaar mit den drei Enkelsöhnen hier zu Gast war im Hause der Eltern, in der Hoffnung auf Schutz und um einander beizustehen und evtl. gemeinsam noch auf den Treck zu gehen...

Ich sehe im Archiv auf dem Dachboden die Bücher liegen, die auch Pfarrer Wagner in der Hand hatte, sehe seine Handschrift im Kirchenbuch. Es sind Spuren eines früheren Lebens, eines fremden Lebens...eines Lebens, das tragisch endete.

Nein, ich kann mir nicht wirklich vorstellen, was hier in den letzten Kriegstagen geschah.

Hier im Haus und auch in anderen Häusern, in Dörfern und Städten der letzten Kriegstage. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen.

Ich kann es in meinem Inneren nicht abgleichen mit Erlebtem. Es wäre vermessen. Ich kenne sie nicht, die Angst vor Krieg, vor Bomben, vor marodierenden Soldaten, vor dem Verlust der Heimat, lieber Menschen....die Ungewissheit ob und wie es weitergehen wird.

Ich hatte das Glück, immer nur im Frieden zu leben. Und ich bin Gott dankbar dafür.

Aber dennoch geht diese Geschichte mich etwas an. Weckt meine Gefühle.

Sie macht mich traurig und sie macht mich fassungslos.

Warum wurden unschuldige und wehrlose Menschen auf so bestialische Weise getötet?
Warum konnte das in den letzten Kriegstagen noch geschehen?
Wer trägt die Verantwortung dafür?
Warum hat niemand helfen können?

Die Namen der Verstorbenen sind im Gedächtnis des Dorfes aufgehoben. Wie eine Narbe gehören sie zur Geschichte dazu.

Und auch dieser Stein erinnert an sie. Und wir wollen ihre Namen noch einmal hören:

Wir denken an:

Pfarrer Theodor Wagner senior, geboren 1876 und seine Frau Getrud Wagner geb. Schumann geboren 1878
Pfarrer Theodor Wagner junior, geboren 1909 und seine Frau Adelheid Wagner, geb. Berner, geboren 1919 und deren Söhne Dieter, geboren 1941, Rainer geboren 1943 und Eberhard 1944.
Alle wurden ermordet am 29. April 1945 durch rumänische SS-Leute.

Wir nennen Gott diese Namen.

Sie erinnern an ein finsteres Kapitel der Geschichte. Sie erinnern an Schuld, Schmerz, unermessliches Leid, an Hass, Verachtung.

Wir nennen die Namen in der Hoffnung darauf, dass so etwas nie wieder geschieht.

Sie mahnen uns, nicht stumm zu bleiben, sondern aufzustehen für Frieden, Empathie, Nächstenliebe, für gerechtes politisches Handeln, für ein Leben in Würde für alle Menschen.

Diese Namen halten unsere Sehnsucht wach, dass es irgendwann keinen Krieg mehr geben wird und alle in Frieden leben werden.

Der Prophet Micha beschreibt diese Sehnsucht so:

Gott spricht: Die Menschen werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben und sie werden hinfort nicht mehr lernen Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und seinem Feigenbaum wohnen und niemand wird sie schrecken.
(Micha 4)

Aus dem Gebet der Vereinten Nationen:

Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. Unsere Aufgabe ist es, daraus einen Planeten zu machen,dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnloser Trennung nach ... Hautfarbe, Glaube oder Weltanschauung.

Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, auf das unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen „Mensch“ tragen.

Amen

 

Worte des Gedenkens anlässlich der am letzten Kriegstag in der Schorfheide ermordeten Pfarrersfamilie Wagner und zum Krieg und Frieden in der Welt von Rainer E. Klemke (Bürgerverein Groß Schönebeck/Schorfheide e.V.) am 28. April 2017 am Gedenkstein vor dem Pfarrhaus in Groß Schönebeck

Es war so überflüssig, so unfassbar und so unmenschlich wie der Krieg als organisiertes Morden generell ist:

Der Tod der Großeltern, der Kinder und der Enkel der Pfarrersfamilie Wagner hier im Pfarrhaus am letzten Kriegstag vor 72 Jahren in Groß Schönebeck.

Mittlerweile ist gesichert, dass es rumäniendeutsche Soldaten waren, die als Freiwillige in der SS dienten und zuvor im Jagdschloss ein ausgiebiges Saufgelage veranstaltet hatten. Dass daran auch Einwohner aus Groß Schönebeck beteiligt gewesen sein sollen und dass am nächsten Tag jemand mit dem Mantel von Frau Wagner im Dorf gesehen worden sein soll, was auf Plünderung schließen lässt, ist vielleicht der Grund, warum nicht schon in der DDR-Zeit an diesen bestialischen Mord in den letzten Stunden des Krieges erinnert wurde. Ich will als nach dem Krieg Geborener nicht darüber richten, aber damit vor Augen führen, was Krieg im miltärischen wie im zivilen Leben bedeutet, wenn es sich nicht irgendwo draußen in der Welt abspielt, sondern wenn es hier bei uns vor Ort geschieht.

Wenn man an dieses Ereignis vor 72 Jahren zurückblickt, wird einem erst so richtig bewusst, was es bedeutet, dass wir die längste Friedensperiode in der deutschen Geschichte erleben dürfen. Nie zuvor hat es so lange in Deutschland oder mit deutscher Beteiligung keine kriegerische Auseinandersetzung gegeben. 44 Jahre sicherten alliierte Vereinbarungen über Deutschland bzw. später das Gleichgewicht des atomaren Schreckens im Kalten Krieg – der anderswo in der Welt durchaus ein heißer und blutiger Stellvertreterkrieg war – den Frieden in Deutschland, später erlebten wir das politische Wunder der Wiedervereinigung und der Einbeziehung der ehemaligen DDR und der Mitteleuropäischen Länder in die Europäische „Friedens-“Union. Die Grenzen fielen und es gab eine gemeinsame Währung. Ein politischer Traum europäischer Vordenken wie Robert Schumann war in Erfüllung gegangen.

Wir erleben Europa leider viel zu wenig als das verlässlichste Friedensarrangement, das jemals auf unserem Kontinent herrschte. Noch nie haben Staaten miteinander Krieg geführt, die eine gemeinsame Währung hatten. Noch nie haben demokratisch regierte Nachbarstaaten einander überfallen. Das hat die EU – neben manchen bürokratischen Hürden und auch sehr sinnvollen Harmonisierungen für uns gesichert.

Um so besorgter sehen wir im Vorfeld des Brexit britische Kriegsschiffe vor Gibraltar, um ihr imperiales Erbe zu sichern. Um so Besorgter schauen wir nach Polen und Ungarn, wo man sich zwar der finanziellen Segnungen der EU erfreut, aber das gemeinsame demokratische Fundament und seine Grundwerte von den derzeit dort Regierenden in Frage gestellt oder auch konkret abgebaut werden. Und wir sehen mit Sorgen, dass auch in anderen europäischen Ländern populistische Strömungen stark werden, die zurück zu den in der Geschichte schon vielfach gescheiterten Lösungsansätzen wollen.

Und wir schauen nach Russland, der Türkei und den USA, wo Politiker an der Macht sind, deren politische Konzepte alles andere als die unserer demokratischen Kultur sind, wie sie im Osten Europas mühsam erkämpft und im Westen in schwierigen Prozessen entwickelt und immer wieder neu behauptet wurden. Freiheit und Frieden sind kein Geschenk, dessen man sich nur einfach erfreuen und worauf man sich ausruhen kann. Es gilt sie immer neu zu beleben und zu verteidigen. Ihre Zerstörung beginnt in kleinen Schritten. Deshalb gilt es den Anfängen zu wehren.

72 Jahre Frieden in Deutschland! Bald 28 Jahre Wiedervereinigung unter demokratischem Vorzeichen. Wir alle haben so unsere Probleme mit unserem Staat und den sie tragenden Parteien und Organisationen. Ob es soziale Ungleichgewichte oder Benachteiligungen sind oder die Schließung unserer Sparkassenfiliale.

Aber, so sagte einst Winston Churchill:

Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“

Es ist an uns – jeder an seinem Platz – dafür zu sorgen, dass sie lebendig bleibt durch unseren Beitrag und das beginnt damit, dass wir uns bewusst sind – und uns immer neu bewusst machen - was die Abwesenheit von demokratischer Strukturen und des Friedens in Freiheit bedeutet.

Ich habe mir einmal herausgesucht, wie viele kriegerische Auseinandersetzungen es allein seit der Wiedervereinigung in der Welt gab:

Ich habe – ohne Anspruch auf Vollzähligkeit - 54 gezählt. Viele davon dauern noch an, wie in Syrien, dem Irak, dem Jemen, im Sudan, in Afghanistan, in der Ukraine, in Mali. 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht, vor allem im eigenen Land und den Nachbarländern, aber auch bis hin zu uns nach Europa. Die Zahl der Kriegstoten nach dem 2. Weltkrieg, der mindestens 60 Millionen Menschenleben forderte, beläuft sich nach einer Aufstellung bei Wickipedia auf mehr als 25 Millionen. Insgesamt sind im 20. Jahrhundert 100 bis 185 Millionen Menschen durch Kriege zu Tode gekommen. Das sind unglaubliche Zahlen!

Wir beklagen heute das sinnlose Sterben unserer Pfarrersfamilie am letzten Kriegstag stellvertretend für alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in der Vergangenheit und aktuell in aller Welt. Mit der Aufnahme von Geflüchteten aus drei Ländern, in denen kein Rechtsstaat, keine Demokratie und kein Frieden herrscht, leisten wir hier in Groß Schönebeck einen kleinen Beitrag menschlicher Unterstützung für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Menschen sind unter vielen Gefahren und Leiden z.T. über das Meer zu uns gekommen wie einst die Namensgeberin von Europa. Das war einephönizische Königstochter aus dem heutigen Libanon, mit Namen Europa. Zeus hatte sie in Stiergestalt schwimmend nach Kreta gebracht und dort verführt. Dieser Name der Phönizierin stammt nach Auffassung einiger Etymologen aus dem semitischen Sprachraum und wurde dann gräzisiert. Er kommt wohl aus phönizischen erob, was „dunkel“ oder „Abend“ bedeutet. Daher haben wir auch den Begriff des „Abendlandes“, der jetzt in der politischen Auseinandersetzung immer wieder bemüht wird. Aber selbst der Name unseres Kontinents und das laut mancher populistischen Propaganda ach so bedrohte „Abendland“ ist migrantischen Ursprungs, wie es ja auch unser christliche Glauben selbst ist.

Möge in diesem Sinne auf jeden Abend für unser Abendland Europa wie die für ganze Welt weiterhin oder künftig ein friedlicher Morgen erwachsen – und möge uns – trotz aller laufenden und dräuenden Konflikte - der Friede auch mindestens weitere 72 Jahre erhalten bleiben – hier unter und mit uns und in aller Welt!

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ARD-Doku über Willkommensteam Groß Schönebeck

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Ein spektakulär unaufgeregter Film zum Thema Flüchtlinge. Die ARD begleitete vier Menschen aus verschiedenen Bundesländern, darunter die Tschetschenin  Zaynab Arsunkaeva mit dem Willkommensteam des Bürgervereins aus Groß Schönebeck, ein Jahr lang auf ihrem holprigen Weg in ein neues und spannendes Leben.

Dieses bunte Deutschland – Über den Mut nach der Flucht

Ein Dokumentarfilm von Jan Tenhaven und Jean Boué | Robert Jahn | Nina Mair | Jan M. Schäfer | Martina Treuter
Redaktion: Gabriele Conrad (rbb) | Hans-Michael Kassel (SWR)
Zur Preview am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 19:00 Uhr wird in den Saal 1 des Kino Babylon eingeladen.(www.babylonberlin.de), Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin.
Die Erstausstrahlung erfolgt am 31. Mai 2017 in der ARD.

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Osterfeuer 2017

Geschrieben von Rainer Klemke am . Veröffentlicht in Aktuelles

Am Vormittag des Ostersonnabends hatte es noch kräftig geregnet, aber dann klarte es auf und die Freiwillige Feuerwehr konnte das traditionelle Groß Schönebecker Osterfeuer zur Freude der wachsenden Schar von Besuchern in Brand setzen. Bei flotter Musik von DJ Wohnie, Getränken und Bratwurst scharten sich die Groß Schönebecker um das wärmende hoch auflodernde Feuer und freuten sich, Bekannte und Freunde zu treffen und sich auszutauschen.

Nicht auf ihre Kosten kam eine Gruppe von Jugendlichen, die mit Stöckern Marschmellows am Feuer rösten wollten. Die Hitzstrahlung war so stark, dass sie dem Feuer nicht so nahe kommen konnten, um die Stecken hinein zu halten.

Bedauerlich war, dass wiederum viele Kinder und Jugendlichen unter den Augen der Erziehungsberechtigten den mit hohen Kosten und Energie angelegten Schutzwall der Biathlonanlage durch ihr Toben beschädigten.

Das nächste Mal wird es wiederum zum Herbstfest am 3. Oktober ein Feuer auf der Festwiese am Kastanienweg geben.

 

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